Lecker, aber nicht für jeden Tag: Warum Bubble Tea mit Zucker und Tapiokaperlen die Gesundheit belasten kann.

Bubble Tea kommt aus Taiwan und ist eine Mischung aus Schwarztee, Milch, Zucker und Tapioka. Das beliebte Getränk sollte aber lieber die Ausnahme bleiben und ist nichts für den Alltag: Adam Taylor, Professor für Anatomie an Lancaster University warnt in einem Beitrag vor verschiedenen Gesundheitsrisiken durch Tapiokaperlen.
Tapiokaperlen werden aus Maniokstärke hergestellt. Maniokpflanzen können beim Wachstum Schwermetalle wie Blei aus dem Boden aufnehmen. Diese können in die Stärke und damit ins Getränk gelangen. In den USA wurden in einzelnen Proben erhöhte Bleigehalte festgestellt.
Tapiokaperlen sind dicht und stark stärkehaltig. In größeren Mengen können sie die Magenentleerung verlangsamen (Gastroparese). Mögliche Folgen:
Bubble Tea enthält Substanzen wie Oxalat und Phosphat, die die Bildung von Nierensteinen fördern können. Ein Extrembeispiel aus Taiwan sorgte für Aufmerksamkeit: Ärzte entfernten bei einer 20-jährigen Frau über 300 Nierensteine, nachdem sie über längere Zeit Bubble Tea statt Wasser getrunken hatte.
Kinderärzte warnen seit Längerem vor einer möglichen Erstickungsgefahr durch Tapiokaperlen. Gelangen die runden Kügelchen in die Atemwege, kann es gefährlich werden. Um das Risiko zu reduzieren, raten Ärzte, Bubble Tea nicht mit einem Strohhalm zu trinken.
Eine typische Portion Bubble Tea enthält bis zu 50 Gramm Zucker – eine ganze Tagesration und mehr als Cola. Das erhöht das Risiko für Karies, Übergewicht und Fettlebererkrankung.
Regelmäßiges Trinken von Bubble Tea wurde in Studien mit Angstzuständen, Depressionen, Müdigkeit, Burnout und einem geringeren allgemeinen Wohlbefinden in Verbindung gebracht.
Störungen bei medizinischen Untersuchungen: Tapiokaperlen werden immer wieder bei bildgebenden Verfahren gefunden und „imitieren“ z. B. Nieren- oder Gallensteine
Quelle: DOI 10.64628/AB.sdtxjchyy
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