Die Lebensdauer von künstlichen Hüftgelenken hat sich wesentlich verbessert: Fast alle modernen Hüftprothesen halten mittlerweile 25 Jahre und länger, berichtet eine Forschungsgruppe in der Fachzeitschrift „The Lancet“. Ihre Ergebnisse im Detail:
92 Prozent der modernen Hüftprothesen werden voraussichtlich mindestens 25 Jahre halten, schätzen die Forschenden. Das ist fast doppelt so lange wie bei älteren Modellen, die nur zu etwa 58 Prozent ein Alter von 25 oder mehr Jahren erreichen. Die längere Lebensdauer ist auf Fortschritte bei den verwendeten Materialien zurückzuführen, die weniger Verschleiß haben.
Auch 30 Jahre sind keine Seltenheit
Daten aus acht nationalen Gelenkregistern mit fast 1,9 Millionen Hüftgelenks-OPs zeigen, dass etwa 93 Prozent der modernen Hüftprothesen mindestens 20 Jahre halten. Modellrechnungen deuten an, dass 91 Prozent wahrscheinlich sogar mindestens 30 Jahre lang einwandfrei funktionieren werden.
Auf lange Sicht bedeutet das, dass weniger Patienten Folgeoperationen benötigen und spezialisierte Teams sich auf komplexe Fälle konzentrieren können. Durch die längere Lebensdauer kann die Entscheidung für ein künstliches Gelenk möglicherweise schon in jüngeren Jahren fallen.
Die Lebensdauer hängt von den individuellen Voraussetzungen ab
Die Forschenden betonen, dass die Lebensdauer einer künstlichen Hüfte immer von den persönlichen Voraussetzungen abhängt: Das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand, die Qualität des Knochens und die angewandte Operationstechnik beeinflussen das Ergebnis.
Quelle: DOI 10.1016/s0140-6736(25)02305-0