Krankheitsbild
Granuloma venereum, auch Granuloma inguinale oder Donovanose genannt, ist eine sexuell übertragbare Infektion, die durch das Bakterium Klebsiella granulomatosis verursacht wird. Die Erkrankung kommt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor, etwa in Teilen Afrikas, Südamerikas oder Indiens, ist in den meisten Industrieländern jedoch sehr selten. Der Erreger befällt überwiegend die Genitalien und angrenzende Körperregionen und führt dort zu einer langsam fortschreitenden Entzündung und Geschwüren.
Symptome/Verlauf
Nach einer Ansteckung vergehen meist einige Wochen, bis erste Veränderungen sichtbar werden. Zunächst bildet sich an der Eintrittsstelle ein kleiner, meist schmerzloser roter Knoten, der sich allmählich vergrössert. Dieser Knoten vergrössert sich langsam und kann aufbrechen. Es entstehen weiche, rötliche Geschwüre, die leicht bluten können. Die Veränderungen breiten sich allmählich aus und können benachbarte Hautbereiche befallen, ohne dass es zu starken Schmerzen kommt. Oft bleibt eine Narbenbildung zurück, wenn die Geschwüre abheilen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt schreitet die Erkrankung langsam fort. Die Geschwüre können sich weiter ausbreiten und zunehmend Gewebe im Genital- und Analbereich zerstören. Dabei kann es zu ausgeprägten Narbenbildungen kommen. Selten kann es zu Lymphödemen kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache der Donovanose ist eine Infektion mit dem Bakterium Klebsiella granulomatosis. Diese Bakterien werden überwiegend bei engem Haut- und Schleimhautkontakt übertragen, vor allem beim ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Erkrankung betrifft Männer häufiger als Frauen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht auf eine Donovanose ist es wichtig, ärztlichen Rat zu suchen, da die Symptome anderen Geschlechtskrankheiten ähneln können. Anschliessend wird eine gezielte Antibiotika-Therapie verordnet, die über mehrere Wochen eingenommen wird und in der Regel zur Abheilung führt. Auch Sexualpartner sollten getestet und bei Bedarf behandelt werden, um eine erneute Übertragung zu verhindern.
Das kann man selbst tun: Ungeschützter Geschlechtsverkehr sollte vermieden werden, besonders in Regionen mit erhöhter Verbreitung der Erkrankung. Während der Behandlung sollte auf sexuelle Kontakte verzichtet werden, bis die Infektion vollständig ausgeheilt ist.Quellenangabe:
CRM, CRM-Handbuch Reisemedizin, (2012)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.