Intervallfasten, bei dem zeitweise aufs Essen verzichtet wird, ist eine beliebte Methode zum Abnehmen. Das allein reicht aber nicht aus – es müssen insgesamt auch weniger Kalorien sein, um Körperfett zu verlieren.

„Intervallfasten hat zwar viele gesundheitliche Vorteile, aber das Fasten an sich führt nicht zu einer nennenswerten Gewichtsabnahme. Das bedeutet, dass intermittierendes Fasten keine Freikarte für eine unbegrenzte Nahrungszufuhr ist“, erklärte Philip Ruppert von der Süddänischen Universität. Zusammen mit Kollegen von der Universität Wageningen hat er das vorhandene Wissen zum Intervallfasten ausgewertet. Die wichtigste Erkenntnis: Um Gewicht zu verlieren, muss intermittierendes Fasten mit einer Kontrolle der Kalorienzufuhr kombiniert werden; eine Senkung der Gesamtkalorien macht den Unterschied, nicht die langen Pausen zwischen den Mahlzeiten.
Die Wissenschaftler gehen in ihrem Artikel in dem Fachmagazin auch auf die Auswirkungen des intermittierenden Fastens im Einzelnen ein. Es führt zum Abbau von Fettsäuren im Fettgewebe zur Energiegewinnung, wodurch die Leber Ketone produziert. Diese könnten zu der Euphorie beitragen, die manche Menschen nach einigen Fastentagen verspüren. Dann ersetzen Hochgefühle den Hunger – wahrscheinlich als Reaktion auf den veränderten Stoffwechsel, der Körper und Gehirn beeinflusst. Möglicherweise versorgen Ketone das Gehirn effizienter mit Energie, sodass es „in einem glücklicheren Zustand arbeite“.
Intervallfasten oder intermittierende Fasten kann auf verschiedene Weise erfolgen: Manche Menschen essen zu bestimmten Stunden am Tag nichts, andere an bestimmten Tagen in der Woche. Zahlreiche gesundheitliche Vorteile des Intervallfastens sind wissenschaftlich bewiesen, darunter ein niedrigerer Blutdruck.
Quelle: DOI 10.1016/j.tem.2023.10.002
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