Zwei bis drei Tassen Kaffee oder ein bis zwei Tassen Tee täglich waren in einer großen Studie mit einem geringeren Demenz-Risiko verbunden.

Kaffee oder Tee gehören für viele zum Alltag: Nun deutet eine Analyse der Daten von mehr als 130.000 Menschen daraufhin, dass damit auch Vorteile für das Demenzrisiko einhergehen. Personen mit dem höchsten Kaffee-Konsum hatten ein um 18 Prozent geringeres Demenz-Risiko als diejenigen, die wenig oder gar keinen koffeinhaltigen Kaffee tranken. Kaffeetrinker zeigten außerdem weniger geistigen Abbau (7,8 im Vergleich zu 9,5 Prozent) und schnitten in einigen Tests zur geistigen Leistungsfähigkeit besser ab. Ähnlich war es mit Tee.
Da die Forschenden diese Zusammenhänge nicht bei entkoffeiniertem Kaffee feststellten, vermuten sie, dass Koffein für den schützenden Effekt verantwortlich sein könnte. Die Vorteile waren am deutlichsten bei Personen zu beobachten, die pro Tag zwei bis drei Tassen koffeinhaltigen Kaffee oder ein bis zwei Tassen Tee tranken. Im Gegensatz zu einigen früheren Studien hatte ein höherer Koffeinkonsum aber keine negativen Auswirkungen, sondern bot einen ähnlichen Schutz wie die optimale Menge.
Man kennt einige Genvarianten, die ein hohes Risiko für Demenz mit sich bringen. „Kaffee oder Koffein ist wahrscheinlich gleichermaßen vorteilhaft für Menschen mit hohem und niedrigem genetischem Risiko für Demenz“, überlegt Yu Zhang von der Harvard Chan School in einer Mitteilung zur Studie.
Eine frühe Vorbeugung ist bei Demenz besonders wichtig, weil die Behandlungsmöglichkeiten immer noch begrenzt sind. Kaffee und Tee enthalten bioaktive Inhaltsstoffe wie Polyphenole und Koffein, die möglicherweise Nervenzellen schützen, indem sie Entzündungen und Zellschäden reduzieren.
Quelle: DOI 10.1001/jama.2025.27259
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