Menschen, die im Alter selbst am Herd stehen, hatten ein geringeres Risiko für Demenz-Diagnosen als Personen, die das nicht taten. Das hat ein japanisches Forschungsteam mithilfe einer Umfrage zu den Kochgewohnheiten und anhand der Demenz-Diagnosen in Krankenkassendaten über sechs Jahre hinweg herausgefunden.
Datenanalyse: Passende Personen zusammengesucht
Das Team bildete dabei mehr als 1.300 männliche und mehr als 300 weibliche Daten-Paare. Dabei stimmten beide Personen jeweils hinsichtlich ihres Gesundheitszustands, ihres sozial-ökonomischen Status und demographischer Werte überein, unterschieden sich aber hinsichtlich ihrer Kochgewohnheiten. Eine von beiden kochte mindestens einmal pro Woche selbst, die andere seltener. Insgesamt entdeckte das Team 1.195 Demenz-Diagnosen.
Kochanfänger, einmal pro Woche am Herd: 67 Prozent geringeres Demenz-Risiko
Dabei fiel auf: Kochanfänger, die wöchentlich kochten, hatten ein um 67 Prozent geringeres Demenz-Risiko als Menschen, die kaum kochen konnten und es seltener taten. Das könnte dafür sprechen, dass es sich lohnt, auch im Alter noch mit dem Kochen zu beginnen.
Kleinere Vorteile bei fähigen Köchinnen und Köchen
Frauen, die wöchentlich selbst kochten, hatten ein um 27 Prozent reduziertes Demenz-Risiko im Vergleich zu den Frauen, die seltener selbst kochten. Bei Männern ergab sich ein ähnliches Bild: Das Demenz-Risiko der Köche war um 23 Prozent geringer.
Kochen zur Vorbeugung von Demenz
Die Forschenden folgern aus den Ergebnissen: „Ein Umfeld zu schaffen, in dem ältere Menschen selbst kochen können, kann für die Demenzprävention wichtig sein.“
Quelle: DOI 10.1136/jech-2025-225139