Rückenschmerzen nach der Geburt: Diese einfachen Maßnahmen können helfen

Hanke Huber  |  08.05.2026 12:17 Uhr

Unterer Rücken, Hüfte oder Becken: Schmerzen an Muskeln, Gelenken und Bändern machen während einer Schwangerschaft vielen Frauen zu schaffen – oft noch bis lange nach der Geburt. Schon kleine Anpassungen im Tagesablauf können helfen, Rücken und Gelenke spürbar zu entlasten.

Frau liegt für Dehnübungen und auf Matte und hebt ihr Baby dabei hoch
Sanfte Dehnübungen können bei Rückenbeschwerden nach der Schwangerschaft helfen den Alltag zu bewältigen.
© Halfpoint/iStockphoto

„Die häufigsten Probleme, unter denen Frauen nach einer Geburt leiden, sind Schmerzen im Beckenbereich und im unteren Rücken sowie im oberen Rücken und Nackenbereich“, sagt Dr. Sarah Radabaugh von der American Chiropractic Association. 

Ungewohnte Belastungen für den Körper

Während einer Schwangerschaft und Geburt durchlaufe der Körper drastische Veränderungen, so die Expertin. Hinzu kommt der Alltag mit dem Baby, der körperlich anstrengend sei: Stundenlanges Tragen, Stillen in ungünstigen Positionen und Schlafmangel belasten den Körper zusätzlich.

Was hilft gegen postpartale Schmerzen?

Neben professioneller Hilfe, etwa durch Ärzte oder Chiropraktik, könnten einfache Maßnahmen zu Hause Frauen nach einer Geburt unterstützen, sagt Radabaugh:

  • Tiefe Bauchatmung beruhigt Muskeln und Nervensystem: Lange und tiefe Atemzüge, sodass sich der Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt. Das hilft dem Körper zu entspannen.
  • Spaziergänge fördern Erholung und Bewegung: Das unterstützt nicht nur die körperliche Erholung, sondern kann laut Studien auch helfen, postpartale Depressionen zu lindern.
  • Ergonomisch stillen entlastet Rücken und Nacken: Ein bequemer Stuhl, der den Rücken unterstützt und einer Fußstütze besitzt, fördert eine entspannte Haltung. Mehrere Kissen oder ein Stillkissen unter dem Baby helfen, Rücken und Nacken zu entlasten.
  • Sanfte Dehnübungen können Verspannungen lösen: Langsame, vorsichtige Dehnübungen helfen, die Belastung durch häufiges Vorbeugen auszugleichen. Am besten lässt man sich die Übungen von einem Experten zeigen. 

Unterstützung im Wochenbett

Auch fehlende Entlastung im Alltag kann Beschwerden verstärken. Doch Ruhe zur Erholung ist laut Radabaugh im Wochenbett sehr wichtig. „In einer idealen Welt wird eine Frau nach der Geburt von ihrer Familie und der Gemeinschaft unterstützt“, sagt die Expertin. Ausreichende Hilfe im Alltag sollte es frischgebackenen Müttern ermöglichen, sich zu erholen und langsam wieder in Bewegung zu kommen.

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