Eine Sepsis („Blutvergiftung“) kann sich rasant entwickeln und schnell lebensbedrohlich werden. Deshalb ist sie immer ein Notfall. Dr. Faisal Masud, Leiter der Intensivstation am Houston Methodist Hospital, klärt über die frühen Symptome auf.
Sepsis ist eine extreme und lebensgefährliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion und immer ein medizinischer Notfall. Sie führt zu einer ausufernden Entzündung, die Gewebeschäden und Organversagen nach sich ziehen und tödlich verlaufen kann. Eine Sepsis muss deshalb schnell mit Antibiotika, Flüssigkeit und anderen unterstützenden Maßnahmen behandelt werden.
Welche Anzeichen gibt es?
Auf eine Sepsis können verschiedene Symptome hindeuten. Die Eselsbrücke „TIME“ (deutsch: Zeit) ist hilfreich, sie sich zu merken. Schnelle Hilfe ist nötig, wenn eines oder mehrere davon auftreten:
- Temperaturänderung
- Infektion
- Mentaler Zustand verändert sich
- Extrem krank
"Die Symptome können von schneller Atmung, erhöhter Herzfrequenz über Fieber und Schüttelfrost bis zu plötzlichem Blutdruckabfall reichen. Es ist wichtig, sie in der Notaufnahme so schnell wie möglich medizinischem Fachpersonal mitzuteilen, da eine frühzeitige Diagnose über Leben und Tod entscheiden kann“, betonte Dr. Faisal Masud. Er empfahl sogar, bei Verdacht die Frage “Habe ich eine Sepsis?” zu stellen.
Wer ist besonders gefährdet?
Prinzipiell kann jeder Mensch eine Sepsis entwickeln. Besonders gefährdet sind aber:
- Kinder unter einem Jahr
- ältere Menschen
- Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen und Krebs
- Menschen mit geschwächtem Immunsystem