US-Umfrage: Wer mehr Zeit in der Natur verbringt, ernährt sich gesünder

Elisabeth Kerler  |  17.03.2026 10:28 Uhr

Spaziergänge im Park, Pflanzen in der Wohnung oder Zeit im Garten: Der Kontakt zur Natur könnte mehr bewirken als gedacht. Eine Studie deutet darauf hin, dass er mit gesünderer Ernährung und mehr Wohlbefinden verbunden ist.

Junge Frau sitzt entspannt auf einer Bank im Grünen.
Ergebnis einer Umfrage: Mehr Zeit in der Natur, etwa im Park, zu verbringen, war mit gesünderer Ernährung verbunden.
© Mark_KA/iStockphoto

Wer häufiger und mehr Zeit in der Natur verbringt, ernährt sich nicht nur gesünder, sondern auch nachhaltiger: Darauf deutet eine US-Umfrage mit rund 300 Erwachsenen hin, von denen zusätzlich 30 Personen ausführlich interviewt wurden.

Naturkontakt: Auch Zimmerpflanzen zählen 

Die Befragten gaben an, wie oft und wie lange sie mit Natur in Kontakt kamen – etwa beim Aufenthalt im Park, zuhause zum Beispiel durch Zimmerpflanzen oder sogar durch das Betrachten von Naturbildern. Gleichzeitig schätzte das Team ihre Ernährung anhand anerkannter Bewertungsmaßstäbe hinsichtlich Ernährungsqualität und Nachhaltigkeit ein. 

Das Ergebnis: Mehr Naturkontakt – sowohl draußen als auch durch Zimmerpflanzen – war deutlich mit einer besseren Ernährungsqualität und der Wahl nachhaltiger Lebensmittel verbunden.

Wie Natur und Essverhalten verbunden sind

Das Team entdeckte vier mögliche Zusammenhänge zwischen Naturerleben und Ernährung in den Befragungen: 

  1. Die Zeit in der Natur entspannt die Psyche, was gesündere Essensgewohnheiten begünstigt.
  2. Die eigene Gesundheit im Blick zu haben ist das, was manche Menschen in die Natur zieht. Das beeinflusst auch die Wahl von Lebensmitteln.
  3. Eine tiefere Verbindung zur Natur weckt den Wunsch, mehr Früchte und Gemüse zu essen.
  4. Ein bewusster Umgang mit Lebensmittelherstellung und -verkauf fördert Entscheidungen, die sowohl der eigenen Gesundheit als auch der Umwelt zugutekommen.

Positive Effekte auch auf das Wohlbefinden

Einige Teilnehmende berichteten zudem, dass Zeit in der Natur mit weniger Stress, Ängsten und depressiven Beschwerden verbunden war. Das deutet darauf hin, dass Naturerlebnisse sowohl die mentale Gesundheit als auch das Verhalten im Alltag beeinflussen können.

Empfehlung: Besuch im Park, einer Grünfläche oder des Gartens

Die Ergebnisse könnten bedeuten, so Dr. Dahlia Scott von der Drexel University in einer Mitteilung: „den nächstgelegenen Park oder eine Grünfläche aufzusuchen oder vielleicht einfach Zeit im eigenen Garten zu verbringen, könnte die Gesundheit fördern.“ Sie betonte: „Und zwar auf vielfältige Weise – nicht nur im Hinblick auf das Ernährungsverhalten, denn wir sehen eine Vielzahl weiterer Vorteile für die mentale und körperliche Gesundheit. Ich hoffe daher, dass diese Studie dazu beiträgt, die Bedeutung von Zeit in der Natur für die eigene Gesundheit und die des Planeten stärker ins Bewusstsein zu rücken.“

Quelle: DOI 10.1016/j.socscimed.2026.119014

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