Ältere Männer greifen häufiger zum Salzstreuer
Eine aktuelle Studie aus Brasilien zeigt: Vor allem ältere Männer salzen ihr Essen häufiger nach als Frauen. Das Nachsalzen am Tisch sei gerade bei älteren Menschen immer noch sehr verbreitet, sagt Studienautorin Flávia Brito von der Staatlichen Universität Rio de Janeiro. Insgesamt gaben 12,7 Prozent der Männer und 9,4 Prozent der Frauen an, zusätzlich Salz zu verwenden. Die Forscher hatten Daten von mehr als 8.000 Brasilianerinnen und Brasilianern ausgewertet, die 60 Jahre oder älter waren.
Salzverhalten: Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Die Gründe für das Salzverhalten unterscheiden sich deutlich zwischen den Geschlechtern. Bei Männern spielen nur wenige Faktoren eine Rolle. So greifen Männer, die allein leben, deutlich häufiger zum Salzstreuer. Wer hingegen aufgrund von Bluthochdruck eine spezielle Diät einhalten muss, salzt seltener nach.
Bei Frauen zeigte sich ein komplexeres Bild: Ihr Salzverhalten hängt offenbar stärker mit Lebensstil und Ernährung zusammen. So salzen Frauen, die oft Fertigprodukte konsumieren oder in städtischen Gebieten leben, häufiger nach. Wer hingegen regelmäßig Obst und Gemüse isst, verwendet deutlich weniger zusätzliches Salz.
Nachsalzen aus Gewohnheit: Warum wir mehr Salz essen als nötig
Das Nachsalzen ist nicht zu unterschätzen. Es macht etwa 6 bis 20 Prozent der gesamten Salzaufnahme aus. Dabei geht es nicht immer um den Geschmack. Häufig ist es schlicht Gewohnheit. Wer oft salzreich isst, gewöhnt sich an intensivere Aromen und empfindet weniger salzige Speisen als fade.
Tipps, die den Salzkonsum reduzieren
Die gute Nachricht: Es gibt einfache Wege, den Salzkonsum zu reduzieren. Kräuter, Gewürze oder Zitronensaft können Speisen geschmacklich aufwerten – ganz ohne zusätzliches Salz. Auch kleine Veränderungen im Alltag können helfen. Wer den Salzstreuer gar nicht erst auf den Tisch stellt, greift automatisch seltener dazu.
Zu viel Salz birgt Risiken für Herz, Blutdruck und Nieren
Ein bewusster Umgang mit Salz lohnt sich, denn Salz erhöht unter anderem das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenschäden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich nicht mehr als 6 Gramm Speisesalz zu verzehren. Diese 6 Gramm entsprechen etwa einem Teelöffel
Quelle: DOI 10.3389/fpubh.2026.1737516