Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2014 15. Januar Wechselwirkung bei Schmerzmitteln

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Pillendose mit Einteilung

Schmerzmittel können die Gefahr für Magengeschwüre erhöhen, wenn man sie zusammen mit bestimmten Kortisonpräparaten einnimmt.
© DAK/Schläger

Wechselwirkung bei Schmerzmitteln

Ein Schmerzmittel nimmt wohl jeder von Zeit zu Zeit ein. Viele dieser Mittel zeigen dabei Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln oder anderen Medikamenten.

Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen gehören zur Gruppe der schmerz- und entzündungshemmenden Wirkstoffe, die man teilweise auch ohne Rezept in der Apotheke bekommt. Sie haben gemeinsam, dass sie die Magenschleimhaut angreifen. Nimmt man sie häufig ein und trinkt regelmäßig Alkohol dazu, steigert das die aggressive Wirkung im Verdauungstrakt noch.

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Ganz ähnlich verhält es sich, wenn man eines dieser Schmerzmittel zusammen mit Kortisonpräparaten wie Prednison, Dexamethason oder Fluocortolon einnimmt. Die Gefahr für Magengeschwüre ist deutlich erhöht, denn die Kortison-Medikamente können auch die Schleimhaut des Magens schädigen. Werden die Schmerzmittel und das Kortison als Creme angewendet oder wird das Kortison inhaliert, zum Beispiel gegen Asthma, besteht die zusätzliche Wirkung auf den Magen nicht.

Magen-Darm-Blutungen können auch auftreten, wenn Patienten gleichzeitig, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, den Blutgerinnungshemmer Phenprocoumon einnehmen. Die Schmerzmittel hemmen ebenfalls die Blutgerinnung und steigern dadurch die Blutungsneigung. Wer gegen hohen Blutdruck Medikamente einnimmt, kann mit den genannten Schmerzmitteln ebenfalls Probleme bekommen, denn diese schwächen die blutdrucksenkende Wirkung. Davon betroffen sind viele verschiedene Gruppen von Blutdruckmitteln. Am besten misst man bei regelmäßiger Einnahme der Schmerzmittel den Blutdruck häufiger, um die Wechselwirkung rechtzeitig zu erkennen.

RF

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