Wie kann sich die wachsende Bevölkerung trotz Klimawandel langfristig ernähren? Nachhaltige, alternative Proteinquellen werden immer wichtiger. Eine Option ekelt viele, ist aber in weiten Teilen der Welt verbreitet: Insekten.

Traditionell stammen die meisten Proteine in unserer Ernährung aus tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten. Doch die Weltbevölkerung wächst und der hohe Konsum tierischer Produkte belastet das Klima. Eine der interessantesten Alternativen sind Insekten.
Die Vorstellung von der Made auf dem Teller ruft wahrscheinlich bei vielen Ekel hervor, neu ist das Verspeisen von Mehlwürmern, Grillen oder Käfern allerdings nicht. Insekten werden in vielen Teilen der Welt regelmäßig und in größeren Mengen verspeist. Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) landen weltweit rund 1900 verschiedene Insektenarten auf dem Teller.
In der Europäischen Union ist die Auswahl noch begrenzt. Hier sind derzeit vier Insektenarten als neuartige Lebensmittel (Novel Food) zugelassen:
Je nach Zulassung sind die Insekten in getrockneter, gefrorener, pastenartiger oder pulverisierter Form im Handel oder sie werden in bestimmten Produkten wie Nudeln oder Proteinriegeln verarbeitet.
Insekten sind gut verdaulich und liefern ähnlich viel Protein wie Rind-, Schweine- oder Putenfleisch – mit allen essenziellen Aminosäuren. Sie sind außerdem eine gute Quelle für ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren und reich an Mikronährstoffen wie Eisen, Zink und Vitamin B12. Laut der deutschen Verbraucherzentrale sind aktuell auf dem deutschen Markt vorwiegend Produkte erhältlich, in denen nur geringe Mengen enthalten sind. Viele Insektenprodukte wie etwa Riegel sind zudem hoch verarbeitet und damit nicht unbedingt gesund. Außerdem wichtig für Verbraucher: Lebensmittel, die Insekten enthalten, müssen klar und verständlich gekennzeichnet sein.
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