Suchen Sie in unseren Ratgebern nach Informationen rund um Gesundheit, Medizin und Ernährung
Hier finden Sie Notfallapotheken in Ihrer Nähe
Notdienstsuche
Hier finden Sie Apotheken in Ihrer Nähe
Apothekensuche

aponet.de wurde mit dem Focus Money Award 2025 ausgezeichnet!

Zum Focus Report
Impressum Datenschutz

Ballaststoffe verändern Belohnungssignale im Gehirn

Dr. Karen Zoufal  |  14.10.2023 07:18 Uhr

Eine ballaststoffreiche pflanzliche Ernährung kann dazu führen, dass das Gehirn auf kalorienreiche Nahrungsmittel weniger stark mit Belohnungssignalen reagiert. Dies könnte dazu beitragen, dass der Appetit auf energiedichte Lebensmittel abnimmt.

Älteres Paar bereitet Salat.
Ballaststoffe sind günstig für die Ernährung. Sie beeinflussen unter anderem die Darmflora.
© Wavebreakmedia/iStockphoto

In einer Studie haben 59 Personen zwei Wochen lang jeden Tag den pflanzlichen Ballaststoff Inulin zu sich genommen. Das Präbiotikum beeinflusste die Darmflora, wodurch sich im Blut und im Stuhl der Teilnehmenden auch der Gehalt an bakteriellen Stoffwechselprodukten veränderte.

Zu vier Zeitpunkten wurden funktionelle MRT-Untersuchungen durchgeführt, in denen die Gehirnaktivität beim Anblick verschiedener Gerichte erfasst wurde: Vor und nach der zweiwöchigen Einnahme von Inulin bzw. der eines Placebos. Nachdem die Personen zwei Wochen lang Inulin eingenommen hatten, reagierten Gehirnbereiche, die mit Belohnungen zu tun haben, weniger stark auf den Anblick kalorienreicher Lebensmittel.

„Die Ergebnisse lassen auf eine potenzielle Verbindung zwischen Darmgesundheit und Gehirnfunktion schließen, in diesem Fall die Essentscheidung“, sagt PD Dr. Veronica Witte, von der Universitätsmedizin Leipzig, die die Ergebnisse zusammen mit ihrem Team in dem Fachmagazin „Gut“ veröffentlicht hat.

Momentan untersucht das Team, wie sich die Einnahme über sechs Monate auf das Essverhalten, das Körpergewicht und die Gehirnaktivität auswirkt. „Zukünftige Studien sind erforderlich, um zu untersuchen, ob Behandlungen, die das Mikrobiom verändern, neue Wege für weniger invasive Ansätze zur Vorbeugung und Therapie von Adipositas eröffnen könnten. Ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen zwischen Mikrobiom, Darm und Gehirn könnte helfen, neue Strategien zur Förderung gesünderer Essgewohnheiten bei Menschen zu entwickeln“, erklärte Witte.

Quelle: DOI 10.1136/gutjnl-2023-330365

Mehr aponet.de bei Google

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Sport & Fitness

Im Fokus diesmal: Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Luftbelastung durch duftende Putzmittel…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben