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Corona-Impfung für Jugendliche: Anmeldung ab 7. Juni möglich

CK/PZ/NK  |  28.05.2021

Sobald der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen, sollen diese ab dem 7. Juni in die Impfkampagne eingebunden werden. Das erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Impfgipfel am Donnerstag. Für Jüngere werden jedoch keine Impfstoffdosen extra reserviert.

Ärztin impft jugendliches Mädchen.
Ab Anfang Juni können sich auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren um einen Impftermin bemühen.
© ucpage/iStockphoto

Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sollen bald, wie alle Erwachsenen die keiner Priorisierungsgruppe angehören, ein Impfangebot erhalten. Das kündigte Merkel nach dem Impfgipfel mit den Bundesländern am Donnerstag an. Die Zulassung des mRNA-Impfstoffs von Biontech/Pfizer durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren soll in den nächsten Tagen erfolgen. Auch Moderna werde bald einen entsprechenden Zulassungsantrag stellen. Jüngere ab 12 Jahren sollen damit ebenfalls bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot erhalten können. Der Biontech-Impfstoff ist für Jugendliche ab 16 Jahren bereits zugelassen.

Merkel stellte jedoch klar, dass es für Kinder und Jugendliche keine zusätzlich gelieferten Impfstoffe geben werde. Die knapp 5,3 Millionen 12 bis 18-Jährigen werden vielmehr in die Impfkampagne eingereiht und können sich, wie die Erwachsenen auch, nach der Aufhebung der Priorisierung ab dem 7. Juni um einen Impftermin bemühen. Das Ministerium geht in dieser Altersgruppe von einer Impfbereitschaft von 60 Prozent aus. Es wird zudem damit gerechnet, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung für die 12-bis 15-Jährigen nicht uneingeschränkt empfehlen wird, da der Nutzen einer Impfung bei vielen Kindern kaum größer sein könnte als das Risiko von beispielsweise Nebenwirkungen. Denn bei Kindern sind bislang deutlich weniger schwere Covid-19-Erkrankungsverläufe bekannt als bei Erwachsenen.

Die Impfungen sollten vor allem in Rücksprache mit den Kinderärzten erfolgen, sodass vor allem Jüngere mit Vorerkrankungen geimpft werden können. Dafür ist keine eigene Priorisierung angedacht, die Entscheidung einer möglichen Priorisierung liege hier in den Händen der Ärzte, betonte Merkel. Dabei bleibt sie bei ihrem Versprechen, das sie bereits im Februar gegeben hatte: Alle, also auch die Kinder und Jugendlichen, sollen bis zum Spätsommer ein Impfangebot erhalten.

Eine Impfpflicht für Kinder werde es nicht geben, so die Kanzlerin. Das neue Schuljahr nach den Sommerferien werde unabhängig davon erfolgen, ob die Kinder und Jugendlichen geimpft sein werden oder nicht. Damit werden auch nach den Sommerferien die AHA-Regeln wie Maske tragen, Abstand halten oder auch Wechselunterricht noch von Bedeutung sein.

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