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Covid-19: Jeder Zweite hat ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf

Dr. Karen Zoufal  |  01.03.2021

Eine bundesweite telefonische Befragung ergab, dass in Deutschland 36,5 Millionen Menschen zur Risikogruppe für einen schweren Covid-19-Verlauf zählen. Das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung ab 15 Jahren. 21,6 Millionen Menschen haben ein stark erhöhtes Risiko.

Senioren-Paar erhält Lebensmittel-Lieferung.
Aufgrund ihres Alters oder gewissen Vorerkrankungen hat mehr als jeder zweite Deutsche ein hohes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf.
© Drazen Zigic/iStockphoto

Anhand des Alters und Vorerkrankungen hatten Wissenschaftler ermittelt, ob Umfrageteilnehmer ein höheres Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben. Dies trifft auf knapp 52 Prozent der Menschen über 15 Jahren zu. Etwa 31 Prozent gehören sogar der Hochrisikogruppe an – meist aufgrund des fortgeschrittenen Alters. Dies zeigt die Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA 2019/2020-EHIS),  die im „Journal of Health Monitoring“ erschienen ist.

Aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung sind Frauen in den Risikogruppen in absoluten Zahlen etwas stärker vertreten als Männer. Im mittleren Alter gibt es jedoch klare Geschlechterunterschiede beim Verlauf der Covid-19-Erkrankungen: Männer erkranken in jüngerem Alter häufiger schwer und versterben vor Vollendung des 60. Lebensjahres mit höherer Wahrscheinlichkeit als Frauen an Covid-19. Besonders stark ist dies zwischen 45 und 49 Jahren zu beobachten: Hier gehören 35 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer der Risikogruppe an. Das führt dazu, dass im Vergleich zu Frauen bei Männern deutlich mehr Lebensjahre durch Covid-19 verloren gehen.

Personen, die sozial benachteiligt sind und ein geringeres Einkommen haben, haben ebenfalls ein höheres Risiko für schwere Covid-19-Verläufe. Zudem wurden regionale Unterschiede beobachtet: In den ostdeutschen Bundesländern und im Saarland leben mehr Menschen der Risikogruppe. In Hamburg, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg ist der Anteil der Menschen mit hohem Risiko dagegen am geringsten.

Quelle: GEDA 2019/2020-EHIS

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