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EMA für zweiten Booster ab 60

CHJ/PZ/RF  |  12.07.2022

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA spricht sich zusammen mit der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC für eine zweite Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 aus. Die Empfehlung bezieht sich auf alle Personen ab 60 Jahre und Vorerkrankte.

Älterer Mann mit Pflaster auf dem Oberarm.
Europäische Behörden weiten ihre Impfempfehlung für den zweiten Booster auf Menschen über 60 Jahre aus.
© jacoblund/iStockphoto

Für alle Personen ab 60 Jahre und Menschen mit Vorerkrankungen jeden Alters sollte ein zweiter Booster mit einem mRNA-basierten Coronaimpfstoff in Betracht gezogen werden, teilten die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) und das europäische Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) mit. Dieser könnte mindestens vier Monate nach der vorherigen Impfung verabreicht werden. Bereits im April hatten die in Stockholm und Amsterdam ansässigen Behörden solche Auffrischimpfungen für alle ab 80 Jahre empfohlen.

Der Grund für die Ausweitung der Empfehlung: Eine neue Coronawelle sei derzeit in Europa auf dem Weg mit steigenden Raten für Hospitalisierungen und Einweisungen auf Intensivstationen. Der Fokus der Auffrischungen sollte auf Personen liegen, deren Booster mehr als sechs Monate zurückliegt.

Von der EMA und dem ECDC heißt es weiter, dass es bislang keine Nachweise gebe für einen Nutzen eines zweiten Boosters bei jüngeren und gesunden Personen. In Deutschland ist die Ständige Impfkommission (STIKO) für Impfempfehlungen zuständig. Sie empfiehlt seit Februar 2022 einen zweiten Booster nur für Menschen ab 70 Jahren, Betreute in Einrichtungen der Pflege, Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren sowie Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen. Nach aktuellen Angaben haben bislang 7,3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland eine zweite Auffrischimpfung bekommen.

Quelle: Gemeinsame Erklärung von EMA und ECDC

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