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Enthaarungscreme richtig anwenden

Dr. Karen Zoufal  |  22.09.2021

Enthaarungscremes, -lotionen oder -gele sind eine Alternative zum Rasieren, und das Resultat kann sogar länger anhalten als das einer Rasur. Wie man diese Produkte richtig anwendet, erläutert Dr. Andrea Mabry von der Amerikanischen Akademie für Dermatologie.

Junge Frau mit einer Cremetube.
Enthaarungscreme kann die Haut reizen, daher ist es ratsam, das Produkt erst an einer kleinen Stelle auszuprobieren.
© Prostock-Studio/iStockphoto

„Enthaarungscremes, -lotionen und -gele lösen die Haare auf. Sie sind schnell und einfach anzuwenden, können aber manchmal die Haut reizen“, sagt die Dermatologin. Sie rät deshalb: „Bevor Sie das Produkt großflächig auf die Beine auftragen, sollten Sie es zunächst testen.“ Dafür behandelt man einen Tag zuvor ein kleines Areal, an dem Haare entfernt werden sollen. Das Mittel sollte nicht länger auf der Haut einwirken, als auf der Packung angegeben. Anschließend wird es abgespült und die Haut 24 Stunden lang beobachtet. Wenn es während der Anwendung und in den Stunden danach nicht zu Irritationen kommt, kann man das Produkt auch großflächig verwenden. Wenn während der Anwendung Schmerzen, Rötungen, Brennen oder Juckreiz auftreten, muss es schnell abgewaschen werden und man sollte ein anderes Enthaarungsmittel ausprobieren. Das gleiche gilt, wenn es Stunden nach der Anwendung zu Hautreizungen kommt.

Ist der Test erfolgreich verlaufen, so kann man das Mittel am nächsten Tag zur Haarentfernung einsetzen. Dafür trägt man eine dicke, gleichmäßige Schicht auf, ohne das Produkt in die Haut einzureiben. Auf gereizter Haut, Schnitten, Narben oder Muttermalen sollte man es nicht anwenden. Nach dem Auftragen werden die Hände gewaschen und das Produkt nach Ablauf der in der Anleitung angegebenen Einwirkzeit von der Haut entfernt. Anschließend wird die Haut mit lauwarmem Wasser abgespült und schonend trockengetupft.

Nach der Anwendung ist es ratsam, die Haut mit einem Pflegeprodukt einzucremen und sie für mindestens 24 Stunden vor Sonne und künstlicher UV-Strahlung zu schützen. Bei Fragen oder wenn durch die Anwendung es doch einmal zu Hautreizungen kommen sollte, sind Hautärztinnen und -ärzte die richtigen Ansprechpartner.

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