Was hinter den gelblichen Knötchen steckt
Xanthome, kleine gelbliche Knötchen an den Augenlidern, Armen oder Beinen, fallen oft zunächst nur als kosmetisches Problem auf. Sie sind häufig ein Hinweis auf einen deutlich erhöhten Cholesterinspiegel. Manchmal gehen sie auch auf andere Stoffwechsel- oder Lebererkrankungen zurück.
Hoher Cholesterinspiegel ist häufig die Ursache
Besonders häufig treten Xanthome bei Menschen mit einer familiären Hypercholesterinämie auf. Dabei handelt es sich um eine erblich bedingte Fettstoffwechselstörung, die meist eine medikamentöse Behandlung erforderlich macht. Denn ein gesunder Lebensstil allein reicht in der Regel nicht aus, um die erhöhten Blutfettwerte zu senken. Mit Medikamenten ist es möglich, die Werte in einen normalen Bereich zu bringen. Reichen die bekannten Statine dazu nicht aus, können Ärzte weitere cholesterinsenkende Medikamente allein oder in Kombination einsetzen, etwa Ezetimib, Bempedoinsäure oder sogenannte PCSK9-Hemmer wie Evolocumab.
Warum die Behandlung wichtiger ist als die Entfernung
Über eine Entfernung von Xanthomen sollte man erst nachdenken, wenn der hohe Cholesterinspiegel abgefallen ist, da sie sonst bald zurückkehren. Es lohnt sich, frühzeitig zu reagieren, denn sind die Xanthome noch klein, besteht die Chance, dass sie von allein zurückgehen. Aber selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, lohnt sich die Behandlung: Indem die Blutwerte in den Zielbereich gebracht werden, beugt man Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
Wann Hautveränderungen ärztlich abgeklärt werden sollten
Wer neue gelbliche Hautknötchen bemerkt, sollte sie ärztlich untersuchen lassen. Eine einfache Blutuntersuchung zeigt meist schnell, ob erhöhte Cholesterinwerte oder eine andere Stoffwechselerkrankung dahinterstecken. Wird die Ursache früh behandelt, lässt sich das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich senken.