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Gesunder Mund, gesundes Baby: Was jede werdende Mutter wissen sollte

Dr. Karen Zoufal  |  31.01.2025 09:15 Uhr

Die Mundgesundheit einer Frau kann für die Gesundheit des heranwachsenden Babys eine große Rolle spielen. Darauf weisen Fachleuten der Europäischen Gesellschaft für Parodontologie hin.

Schwangere Frau, putzt sich die Zähne.
Schwangere sind wegen hormoneller Veränderungen besonders anfällig für Zahnfleischentzündungen und sollten daher besonders auf die Mundhygiene achten.
© bernardbodo/iStockphoto

Bei der Mundgesundheit von Frauen geht es um mehr als ein schönes Lächeln: Sie ist entscheidend für die allgemeine Gesundheit und wird Experten zufolge leider oft übersehen. 

Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit im Leben einer Frau, in der die Mundgesundheit noch wichtiger ist als sonst, da Zahnfleischerkrankungen mit verschiedenen Schwangerschaftsproblemen assoziiert sind. Wissenschaftliche Studien haben Zusammenhänge zwischen Zahnfleischerkrankungen und beispielsweise Frühgeburten, niedrigem Geburtsgewicht und Präeklampsie gezeigt. Schwangere sollten deshalb auf ihre Mundgesundheit achten – denn ein gesunder Mund unterstützt eine gesunde Schwangerschaft und ein gesundes Baby.

Veränderte Hormonspiegel 

„Während der Schwangerschaft können erhöhte Hormonspiegel die Reaktion des Körpers auf Zahnbelag beeinflussen, was zu geschwollenem und blutendem Zahnfleisch (Gingivitis) und zur Verschlimmerung von Parodontitis führen kann. Unbehandelte Zahnfleischerkrankungen während der Schwangerschaft können ein Gesundheitsrisiko für Mutter und Kind sein“, erklärt Nicola West, Generalsekretärin der Europäischen Gesellschaft für Parodontologie.

Mindestens zweimal täglich für zwei Minuten die Zähne zu putzen und im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester zum Zahnarzt zu gehen kann helfen, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Zahnfleischerkrankung behandeln lassen

„Wenn Gingivitis oder Parodontitis diagnostiziert wird, kann sie während der Schwangerschaft sicher behandelt werden. Tatsächlich sind die Risiken der Nichtbehandlung größer“, betont Tali Chackartchi, designierte Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Parodontologie. „Eine bereits vorhandene Parodontitis kann sich während der Schwangerschaft aufgrund hormoneller Veränderungen verschlimmern. Einige Patientinnen sagen: ‚Mit jeder Schwangerschaft habe ich einen Zahn verloren‘. Das frühzeitige Erkennen dieser Probleme während der Schwangerschaft ist für die Gesundheit von Mutter und Kind von entscheidender Bedeutung.“

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