Ein plötzlicher Herztod – der Stillstand des Herzens – tritt rasch und unerwartet ein. Ohne sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen sterben Betroffene wenige Minuten nach dem Ereignis. Ursache sind Herzerkrankungen, die zu schweren Herzrhythmusstörungen führen, die wiederum einen plötzlichen Herztod auslösen können.
Rauchen gehört zu den Risikofaktoren, die sich vermeiden lassen. Das macht auch eine Langzeituntersuchung mit Teilnehmern aus Dänemark deutlich. Danach hatten aktuelle Raucher im Vergleich zu lebenslangen Nichtrauchern ein um 88 Prozent höheres Risiko für einen plötzlichen Herztod hatten. Bei ehemaligen Rauchern lag es noch um 34 Prozent höher.
Entscheidend war auch, wie viel im Laufe des Lebens geraucht worden war. Bei einer sehr hohen Gesamtbelastung war das Risiko etwa 2,5-mal so hoch wie bei Nichtrauchern.
Nach dem Rauchstopp braucht das Herz Zeit
Für ehemalige Raucher zeigt die Untersuchung einen wichtigen Zusammenhang: Je länger der Rauchstopp zurücklag, desto geringer war das Risiko für den plötzlichen Herztod. Bei Teilnehmern in der Gruppe derer, die bereits 26 bis 67 Jahre nicht mehr rauchten, näherte es sich schließlich demjenigen lebenslanger Nichtraucher an.
Die Gesamtsterblichkeit lag nach 20 Jahren für aktuelle Raucher bei 25,5 Prozent, bei ehemaligen Rauchern bei 20,4 Prozent und bei Menschen, die nie geraucht hatten, bei 17,4 Prozent.
Fast 29 Jahre Beobachtungszeit
Grundlage der Ergebnisse sind Daten von Teilnehmern der Copenhagen City Heart Study. Für die Hauptanalyse standen Angaben von 9.106 Menschen zur Verfügung. Während einer mittleren Beobachtungszeit von 28,6 Jahren wurden 890 Fälle eines plötzlichen Herztodes erfasst. Die Forscher aus Dänemark und Japan berücksichtigten bei der Datenanalyse auch den Einfluss etwa von Alter, Geschlecht, Bewegung, Alkoholkonsum, Bildung und Einkommen.
Die Beobachtungsstudie zeigt, dass Rauchen die beobachteten Todesfälle infolge des plötzlichen Herztodes sehr wahrscheinlich mit hervorruft, kann den ursächlichen Zusammenhang jedoch nicht beweisen. Zudem machten die Teilnehmer ihre Angaben zum Rauchen selbst, und das Rauchverhalten wurde nur zu wenigen Zeitpunkten erfasst.
Was bedeutet das für die Vorsorge?
Die Ergebnisse der Studie sprechen einmal mehr dafür, besser gar nicht mit dem Rauchen anzufangen. Wer bereits raucht, kann seine langfristige Herzvorsorge durch einen möglichst frühen Rauchstopp verbessern. Denn sowohl die gesamte Rauchmenge als auch die Zahl der Jahre seit der letzten Zigarette hängen mit dem späteren Risiko etwa für den plötzlichen Herztod zusammen.
Quelle: DOI 10.1038/s41598-026-67157-x