Herzgesundheit von Frauen: Düstere Prognose und – was vorbeugt

Dr. Karen Zoufal  |  27.02.2026 10:22 Uhr

Mehr Bluthochdruck und Diabetes bei Frauen bis 2050? Das zeichnet eine Prognose vor. Wie Frauen und Mädchen früh gegensteuern können.

Junge Frau legt sich die Manschette zum Blutdruckmessen an.
Die American Heart Association empfiehlt Frauen unter anderem den Blutdruck im Auge zu behalten.
© eternalcreative/iStockphoto

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten als häufigste Todesursache bei Frauen. Eine aktuelle Stellungnahme der American Heart Association zeichnet bis 2050 eine eher besorgniserregende Entwicklung bei Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht. Gleichzeitig betonen Fachleute: Wer früh gegensteuert, kann viel für die eigene Herzgesundheit tun.

Laut Expertengremium werden sich wichtige Gesundheitskennzahlen bei Frauen bis zum Jahr 2050 voraussichtlich verschlechtern:

  • Bluthochdruck: Anstieg von 49 auf 59 Prozent
  • Diabetes: Zunahme von 15 auf mehr als 25 Prozent
  • Übergewicht: von 44 auf über 61 Prozent
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle: von 11 auf 14 Prozent

Aber es gibt auch Positives zu berichten: Der Anteil von Frauen mit erhöhten Cholesterinwerten wird von heute 42 auf 22 Prozent sinken. Auch der Anteil der Raucherinnen, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung werden sich voraussichtlich verbessern.

Zwei Gründe tragen besonders zu der schlechten Prognose bei

Zwei Faktoren tragen besonders zu der erwarteten Entwicklung bei:

  1. Demografischer Wandel: Die Generation der Babyboomer erreicht zunehmend ein Alter, in dem Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufiger auftreten.
  2. Zunahme von Risikofaktoren: Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes nehmen in der Bevölkerung insgesamt zu. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung.

Wie können Frauen und Mädchen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen? 

Da sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen unbemerkt über viele Jahre entwickeln, ist frühes Handeln der beste Weg. Dazu gehört: 

  • Werte für Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin im Blick behalten
  • Gesunde Ernährung
  • Normalgewicht halten
  • genügend bewegen
  • nicht rauchen
  • ausreichend schlafen

„Wenn Sie nachhaltige Veränderungen erreichen wollen, gehen Sie nicht alles auf einmal an“, rät Dr. Rina Mauricio von der Southwestern Universität in Dallas in einer Mitteilung zur Veröffentlichung. „Nehmen Sie sich also vor, sich mehr zu bewegen oder eine Mahlzeit pro Tag dauerhaft umzustellen, aber versuchen Sie nicht, beides gleichzeitig zu tun. Wenn Sie sich z. B. für mehr Bewegung entscheiden, dann nehmen Sie Ihre Tochter mit. Gehen Sie 30 Minuten spazieren, wenn Sie von der Schule oder der Arbeit nach Hause kommen. Machen Sie das zusammen, erst zwei, dann drei und schließlich fünfmal pro Woche.“

Quelle: DOI 10.1161/CIR.0000000000001406

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