Das Herz schlägt plötzlich bis zum Hals, obwohl man nur auf dem Sofa sitzt. Herzrasen wirkt oft bedrohlich. Dahinter steckt nicht immer eine ernste Erkrankung, die Beschwerden sollten aber abgeklärt werden.

Ein Herzschlag von mehr als 100 Schlägen pro Minute in Ruhe wird als Tachykardie bezeichnet. Viele Betroffene spüren dabei Herzklopfen, Unruhe oder Schwindel. Manche beschreiben das Gefühl, als würde das Herz „rasen“ oder „stolpern“.
Herzrasen ist nicht automatisch gefährlich. Häufig steckt eine vorübergehende Reaktion des Körpers dahinter, etwa durch Stress, Angst oder Koffein. Es kann aber auch auf Erkrankungen des Herzens oder anderer Organe hinweisen. Warnzeichen sind, wenn zusätzlich zum Herzrasen folgende Symptome auftreten:
Treten solche Beschwerden auf, sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.
Herzrasen kann viele Auslöser haben. Dazu gehören:
Auch Flüssigkeitsmangel oder Schlafmangel können das Herz zeitweise schneller schlagen lassen.
Wichtig ist zunächst die genaue Beschreibung der Beschwerden: Wann tritt das Herzrasen auf? Wie lange dauert es? Gibt es Begleitsymptome? Oft reicht ein Elektrokardiogramm (EKG), um Herzrhythmusstörungen zu erkennen.
Schwieriger wird die Diagnose, wenn die Beschwerden nur gelegentlich auftreten. Dann kommen Langzeit-EKGs oder sogenannte Event-Recorder zum Einsatz, die den Herzrhythmus über Tage oder Wochen aufzeichnen. Zusätzliche Untersuchungen können zeigen, ob Erkrankungen der Herzklappen oder des Herzmuskels vorliegen.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Manchmal helfen bereits Änderungen im Alltag, etwa weniger Koffein oder Stressabbau. Je nach Befund kommen Medikamente infrage.
Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen kann eine Katheterablation sinnvoll sein. Dabei veröden Ärzte gezielt kleine Bereiche im Herzen, die die Störung auslösen.
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