Psychosomatische Störungen

Beschwerden oder organische Veränderungen, ausgelöst durch psychisch belastende Situationen oder Einflüsse.

Was ist das? - Definition
Beschwerden oder organische Veränderungen, ausgelöst durch psychisch belastende Situationen oder Einflüsse.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen

  • Psychosomatose


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Psychosomatische Störungen werden immer häufiger. Denn zunehmend spielen psychosoziale Faktoren eine Rolle in der Krankheitsentstehung. Man versteht darunter psychische und soziale Einflüsse, die auf Dauer zu krankhaften Veränderungen führen können. So empfinden beispielsweise viele den drohenden Arbeitsplatzverlust als belastende Situation, andere leiden unter einem zu großen Arbeitsdruck oder fühlen sich in ihrer Partnerschaft unterdrückt oder vernachlässigt.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
An fast jedem Organ können sich Veränderungen ausgelöst durch psychische Einflüsse bilden. Doch in der Regel kommt es zu folgenden Erkrankungen:

  • Hypertonie (erhöhter Blutdruck)
  • Hautveränderungen, z.B. Neurodermitis
  • Asthma bronchiale
  • Essstörungen, besonders Anorexie (Magersucht) und Bulimie (Fressbrechsucht)
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür
  • Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (chronische Entzündungen des Darmes)
  • Migräne oder Kopfschmerzen.

Die Betroffenen zeigen die jeweiligen Krankheitszeichen. Die genannten Erkrankungen sind natürlich nicht immer psychogen bedingt, so kann ein erhöhter Blutdruck auch aufgrund von Hormonstörungen auftreten und ein Asthma durch eine Pollenallergie verursacht sein.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Prognose und Verlauf richten sich nach der jeweiligen Erkrankung. Ist ein Zusammenhang mit psychischen Einflüssen nahe liegend, so sollte man diese natürlich wenn möglich zu verändern oder verbessern suchen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Viele Menschen klagen in psychisch belastenden Situationen über Magenbeschwerden oder Appetitlosigkeit. Man nennt dies psychosomatische Beschwerden. Im Gegensatz zu einer psychosomatischen Erkrankung sind hier aber keine krankhaften Organveränderungen feststellbar.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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