Psychosomatische Störungen

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  07.01.2026 00:00 Uhr

Psychosomatische Störungen sind körperliche Beschwerden, die durch seelische Belastungen entstehen oder verstärkt werden. Dabei zeigen sich Symptome wie Schmerzen oder Funktionsstörungen, ohne dass sich eine eindeutige organische Ursache findet. Die Verbindung zwischen Körper und Psyche spielt hier eine zentrale Rolle, da innere Konflikte oder Stress körperliche Reaktionen auslösen können.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Psychosomatische Störungen umfassen eine Vielzahl von Beschwerden, die sich körperlich äussern, aber stark mit seelischen Faktoren verknüpft sind. Häufig treten sie in Form von Schmerzen, Verdauungsproblemen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden auf. Betroffene erleben die Symptome als real und belastend, auch wenn medizinische Untersuchungen keine klare Ursache zeigen.

Symptome/Verlauf

Die Symptome sind vielfältig und können sich über längere Zeit entwickeln. Typisch sind wiederkehrende Beschwerden, die trotz Behandlung nicht verschwinden. Zu den häufigen Symptomen zählen:

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Herzrasen oder Druckgefühl in der Brust
  • Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen

Die Beschwerden verlaufen oft chronisch, da die zugrunde liegenden seelischen Belastungen bestehen bleiben. Stress oder Konflikte können die Beschwerden verstärken.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt können psychosomatische Störungen zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen. Betroffene fühlen sich häufig unverstanden und entwickeln zusätzlich Ängste oder depressive Verstimmungen. Manche ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück, was die Probleme weiter verstärkt.

Ursachen/Risikofaktoren

Die Ursachen sind meist ein Zusammenspiel aus psychischen und sozialen Faktoren. Zu den typischen Risikofaktoren zählen dauerhafter Stress im Beruf oder Privatleben, unverarbeitete Konflikte, traumatische Erlebnisse, hoher Leistungsdruck und fehlende soziale Unterstützung. Auch Persönlichkeitsmerkmale wie eine starke Neigung zur Selbstkritik oder das Unterdrücken von Gefühlen können eine Rolle spielen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen zunächst körperliche Ursachen ausschliessen und dann geeignete Therapien einleiten. Dazu gehören psychotherapeutische Verfahren und bei Bedarf Medikamente aus wichtigen Wirkstoffgruppen wie Antidepressiva oder angstlösende Mittel.
Das kann man selbst tun: Stressabbau, Bewegung und Entspannungstechniken wirken unterstützend. Grenzen liegen dort, wo Beschwerden stark zunehmen oder das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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