Sonne auf der Haut – und plötzlich kribbelt die Lippe? Das geht vielen so. Denn intensive UV-Strahlung kann die Herpesviren reaktivieren. Mit dem richtigen Schutz und einer frühzeitigen Behandlung lassen sich Beschwerden jedoch oft abmildern.

Die Erreger des Lippenherpes, Herpes-simplex-Viren, verbleiben nach einer Infektion lebenslang im Körper. Bestimmte Auslöser können dazu führen, dass sie wieder aktiv werden. Dazu gehören unter anderem starke Sonneneinstrahlung, fieberhafte Infekte, Stress oder andere Belastungssituationen. Deshalb treten Herpesbläschen besonders häufig im Sommer auf – aber auch beim Wintersport in den Bergen.
Ein guter Sonnenschutz für die Lippen ist daher besonders wichtig. Lippenpflegeprodukte mit Lichtschutzfaktor können helfen, einen der häufigsten Auslöser zu vermeiden.
Wer zu wiederkehrendem Lippenherpes neigt, sollte auf erste Warnsignale achten. Typisch sind Kribbeln, Brennen oder Spannungsgefühle an der Lippe.
Bereits in diesem frühen Stadium können antivirale Cremes mit Wirkstoffen wie Aciclovir oder Penciclovir eingesetzt werden. Sie sollen die Vermehrung der Viren in den betroffenen Zellen bremsen. Der größte Nutzen wird erzielt, wenn die Behandlung sofort beim ersten Kribbeln beginnt. Das gilt auch für Präparate mit Melissenextrakt, die Beschwerden lindern können. Zusätzlich gibt es Lippenpflegestifte mit Melissenextrakt und hohem Lichtschutzfaktor.
Neben antiviralen Cremes gibt es weitere Möglichkeiten, die bei Lippenherpes eingesetzt werden können. Präparate mit tetrapodalem Zinkoxid oder einem Mikroalgen-Extrakt aus Spirulina platensis verfolgen einen anderen Ansatz: Sie sollen die Herpesviren daran hindern, neue Zellen zu befallen. Zinkoxid kann die Viren physikalisch binden und bildet in Gel-Form eine Schutzbarriere. Beim Mikroalgen-Extrakt erschwert ein spezieller Inhaltsstoff das Anheften und Eindringen der Viren in Hautzellen und unterstützt gleichzeitig die Regeneration der Haut. Die entsprechende Lippencreme enthält zudem einen Lichtschutzfaktor 10, der die Lippen zusätzlich vor UV-Strahlung schützt.
Steht die Unterstützung der Abheilung im Vordergrund, helfen Herpespflaster. Sie nehmen Wundsekret auf, schützen die betroffene Stelle und unterstützen die Wundheilung. Gleichzeitig können sie helfen, die Verbreitung der Viren zu verringern.
Damit sich die Viren nicht weiter ausbreiten, sollten einige Regeln beachtet werden:
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