1. Raus aus der Sonne und UV-Strahlen meiden!
Wenn sich die Haut am Strand oder auf der Liegewiese rötet, heißt es, nichts wie raus aus der Sonne, am besten ins Haus. Dort können die UV-Strahlen keinen weiteren Schaden anrichten. Der Schatten eines Baumes oder ein Sonnenschirm bieten leider nicht genug Schutz. Auch dort gelangen noch UV-Strahlen auf die geschädigte Haut. Wenn es das nächste Mal rausgeht, unbedingt Kleidung tragen, die die betroffenen Stellen komplett abdeckt.
2. Entzündung und Schmerzen lindern!
Wer schnell reagiert, kann die Entzündung der Haut reduzieren. Dermatologin Prof. Dr. Christiane Bayerl von den Helios Kliniken Wiesbaden empfiehlt entzündungshemmende Schmerzmittel möglichst innerhalb der ersten sechs Stunden nach dem Sonnenbrand.
Geeignet sind beispielsweise:
- Acetylsalicylsäure: 2 × 500 mg täglich
- Diclofenac: 3 × 50 mg täglich
- Naproxen: 3 × 500 mg täglich
„Die Prostaglandinwerte steigen in den ersten Stunden messbar an. Wer zu lange wartet, erzielt keinen entzündungshemmenden Effekt mehr, sondern lindert nur noch den Schmerz.“
3. Sonnenbrand kühlen – am besten mit feuchten Tüchern!
Hier gilt das Gleiche wie bei einer klassischen Verbrennung, etwa an der Herdplatte. Linderung verschaffen fließendes kühles Wasser oder auch feuchte Umschläge. Achtung: Generell kein eiskaltes Wasser verwenden und Kühl-Packs oder Eiswürfel nicht direkt auf die Haut legen, sondern in ein sauberes Tuch einwickeln. Am besten eignen sich feuchte Baumwolltücher in kühles oder höchstens lauwarmes Wasser von etwa 32 bis 35 °C gelegt. Bei Hautdefekten – eventuelle Blasen sollten nicht aufgestochen werden – das Wasser vorher abkochen und erkalten lassen. Eventuell mit einem Teeaufguss aus Schachtelhalmkraut, schwarzem Tee oder Badezusätzen aus synthetischen Gerbstoffen aus der Apotheke tränken.
4. After Sun: Die richtige Hautpflege wählen!
Um die Rötung, die bei einem Sonnenbrand entsteht, einzudämmen, empfehlen sich entzündungshemmende Wirkstoffe. Zum Auftragen auf die betroffenen Stellen eignen sich spezielle Gele, Lotionen oder Sprays gegen Sonnenbrand, die den Wirkstoff Hydrocortison enthalten. Auch Präparate mit Kamille, Ringelblume oder Aloe vera helfen der Haut. Am besten greift man auf speziell für Sonnenbrand geeignete Präparate zurück und verwendet keine zu fetthaltigen Zubereitungen. Sie behindern die Wärmeabgabe und verstärken eventuell Entzündungen.
5. Viel trinken, aber richtig!
Bei einem Sonnenbrand verliert der Körper Flüssigkeit. Deswegen benötigt die Haut nicht nur Feuchtigkeit von außen in Form von Cremes und Lotionen, sondern auch von innen. Das hilft ihr, sich zu regenerieren. Es bieten sich vor allem Wasser und auch kalte und gesüßte Kräuter- und Früchtetees an.
6. In diesen Fällen den Arzt aufsuchen!
Kleinkinder und Babys mit einem Sonnenbrand sollten möglichst immer von einem Arzt untersucht werden. Nur Fachleute können die Schwere der Verbrennung einschätzen. Erwachsene lassen sich bei diesen Warnsignalen am besten untersuchen:
- Brandblasen
- Fieber
- Starke Kopfschmerzen
- Kreislaufprobleme