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Täglich ein Softdrink: Steigt dadurch das Risiko für Magenkrebs?

Peter Erik Felzer  |  19.08.2026 09:09 Uhr

Wer täglich zu zuckerhaltigen Softdrinks greift, könnte ein höheres Risiko für Magenkrebs haben. Darauf deutet eine große Langzeitstudie aus den USA hin.

Eine Frau hält ein Glas Cola in die Kamera.
Schon ein Glas Cola, Limo oder Fruchtsaftgetränk steht laut einer Studie mit einem höheren Risiko für Magenkrebs in Verbindung.
© AaronAmat/iStockphoto

Ein Glas Limonade, Fruchtsaftgetränk oder Sportdrink am Tag mag harmlos erscheinen. Doch genau dieser regelmäßige Konsum war laut einer neuen Studie mit einem deutlich höheren Risiko verbunden, später an Magenkrebs zu erkranken. 

Große Langzeitstudie zeigt Zusammenhang

Hierfür werteten Forschende Daten von 112.284 Teilnehmenden aus den langjährigen US-Studien „Nurses' Health Study“ und „Health Professionals Follow-Up Study“ aus. Beide erfassten über mehrere Jahrzehnte Ernährungs-, Lebensstil- und Gesundheitsdaten. 

Während des Beobachtungszeitraums entwickelten 278 Teilnehmende Magenkrebs. Die Auswertung zeigte: Personen, die mindestens eine Portion eines zuckerhaltigen Getränks pro Tag konsumierten, hatten ein 2,45-fach höheres Risiko für Magenkrebs als Menschen, die solche Getränke seltener als einmal pro Monat tranken. Bei den Frauen der Nurses' Health Study fiel der Zusammenhang noch deutlicher aus: Wer mehr als ein zuckerhaltiges Getränk täglich konsumierte, zeigte ein 3,04-fach höheres Risiko als Frauen, die solche Getränke nur sehr selten tranken. 

Fruchtzucker könnte eine Rolle spielen

Zusätzlich untersuchten die Forschenden die Aufnahme von Fruktose, also jener Zuckerart, die als wichtiger Süßungsbestandteil in vielen Softdrinks vorkommt. Eine höhere Fruktoseaufnahme war ebenfalls mit einer höheren Häufigkeit von Magenkrebs verbunden.

Kein erhöhtes Risiko bei Light-Getränken

Anders sah es bei „künstlich“ gesüßten Getränken aus. Nach Berücksichtigung verschiedener möglicher Einflussfaktoren fanden die Forscher keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum kalorienarmer Softdrinks und dem Auftreten von Magenkrebs.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Autoren betonen, dass weitere Studien erforderlich sind, um die Ergebnisse zu bestätigen und mögliche biologische Mechanismen besser zu verstehen. Als Beobachtungsstudie kann sie auch nicht ausschließen, dass andere Faktoren zu dem erhöhten Risiko beigetragen haben. Bis dahin zeigt die Untersuchung vor allem eines: Der regelmäßige Konsum zuckerhaltiger Getränke könnte nicht nur für Stoffwechsel und Gewicht, sondern möglicherweise auch für die Magengesundheit relevant sein.

Quelle: DOI 10.1016/j.gastha.2026.101097

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