Baby & Familie

Trennung von der Mutter stresst das Neugeborene

04.11.2011

Neugeborene, die von ihrer Mutter getrennt werden, reagieren darauf mit Stress-Symptomen. Das behaupten Forscher im Fachblatt Biological Psychiatry. Demnach sind Babys, die getrennt von ihrer Mutter schlafen, deutlich unruhiger und schlummern auch nicht so friedlich wie diejenigen, die Hautkontakt mit ihrer Mutter hatten.

Baby an der Mutterbrust.
Neugeborene fühlen sich an der Mutterbrust am wohlsten.
© orcea david - Fotolia

Es beginnt schon im Krankenhaus direkt nach der Geburt: Das Kind kommt in ein Kinderbettchen neben dem Bett der Mutter oder übernachtet sogar auf der Säuglingsstation, damit sich die Mutter von den Strapazen der Geburt erholen kann. Dass das Neugeborene im selben Bett wie die Mutter schläft, ist eher ungewöhnlich. Ganz im Gegenteil: viele Experten raten sogar davon ab, das Kind zu sich ins Bett zu holen, da dies das Risiko für den plötzlichen Kindstod fördere.

In der Tat sind Menschen die einzigen Säugetiere, bei denen Mütter und Neugeborene nach der Geburt, wenn auch nur vorübergehend, getrennt werden. Um darzustellen, welchen Effekt das auf die Babys hat, haben die Wissenschaftler zwei Tage alte Babys untersucht, die entweder in einem Kinderbettchen neben der Mutter schliefen oder aber Hautkontakt zur Mutter aufbauen konnten. Das Ergebnis ist eindeutig: Die allein liegenden Neugeborenen schliefen unruhiger und waren erheblich aktiver als die Babys, die bei den Müttern lagen.

Insgesamt sind die Ergebnisse wenig überraschend. In Tierversuchen gilt die Trennung von Mutter und Kind als einer der stärksten Stressoren, mit dem auch die Folgen des Stress auf das Hirn von neugeborenen Tieren untersucht wird. Auch in der Säuglings-Intensivpflege ist inzwischen klar, wie wichtig der Hautkontakt für Neugeborene ist. Bei der sogenannten Känguru-Methode wird Eltern angeraten, auch ihre vielleicht sogar noch beatmeten Kinder regelmäßig zum Kuscheln aus dem Brutkasten herauszunehmen und ihnen so einen intensiven Hautkontakt zu ermöglichen.

KK

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