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Vitamin K senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dr. Karen Zoufal  |  12.08.2021

Wer durch seine Ernährung viel Vitamin K zu sich nimmt, hat ein um bis zu 34 Prozent geringeres Risiko für Gefäßverkalkungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das zeigen neue Untersuchungen der Edith Cowan University in Australien.

Salatschlüssel mit Spinat, Erdbeeren und Feta.
In grünem Blattgemüse steckt viel Vitamin K1, in tierischen Lebensmitteln wie Käse ist Vitamin K2 enthalten.
© SherSor/iStockphoto

Es gibt zwei Arten von Vitamin K in Lebensmitteln: Vitamin K1 kommt hauptsächlich in grünem Blattgemüse und Pflanzenölen vor, während Vitamin K2 in Fleisch, Eiern und fermentierten Lebensmitteln wie Käse enthalten ist.

Studienteilnehmer, die am meisten Vitamin K1 zu sich genommen hatten, wurden zu 21 Prozent seltener wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Zusammenhang mit Gefäßverkalkungen, auch Arteriosklerose genannt, ins Krankenhaus eingeliefert. Für Vitamin K2 war das Risiko um 14 Prozent geringer. Das geringere Risiko wurde für alle Arten von Herzerkrankungen beobachtet, die mit Arteriosklerose zusammenhängen – mit 34 Prozent insbesondere für die periphere arterielle Verschlusskrankheit, einer Durchblutungsstörung der Beine oder der Arme.

Die leitende Autorin der Studie Dr. Nicola Bondonno folgerte aus den Ergebnissen, dass die Zufuhr von mehr Vitamin K möglicherweise vor Arteriosklerose und nachfolgenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Sie erläuterte: „Die aktuellen Ernährungsrichtlinien für die Aufnahme von Vitamin K basieren im Allgemeinen nur auf der Menge an Vitamin K1, die eine Person benötigt, damit die Blutgerinnung funktioniert. Allerdings gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass eine Vitamin-K-Zufuhr oberhalb der aktuellen Richtlinien einen weiteren Schutz vor der Entwicklung anderer Krankheiten wie Arteriosklerose bieten kann.“

Die Forscher untersuchten Daten von mehr als 50.000 Personen aus einem Zeitraum von 23 Jahren, die in Dänemark an einer Studie zu Ernährung, Krebs und Gesundheit teilgenommen hatten. Die Studienergebnisse sind im Fachmagazin „Journal of the American Heart Association“ veröffentlicht.

Quelle: DOI 10.1161/JAHA.120.020551

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