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Vitamine reduzieren Atemwegsbeschwerden

Dr. Karen Zoufal  |  04.11.2020

Eine hohe Aufnahme von Vitamin A, E und D aus der Ernährung oder durch Nahrungsergänzungsmittel könnte Atemwegsbeschwerden bei Erwachsenen vorbeugen. Darauf deutet eine neue Langzeitstudie aus Großbritannien hin.

 Vitamine aus Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln könnten Erkältungen und anderen Atemwegserkrankungen vorbeugen.
Vitamine aus Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln könnten Erkältungen und anderen Atemwegserkrankungen vorbeugen.
© Halfpoint/iStockphoto

Die Analyse der Langzeitdaten legt nahe, dass einige Vitamine vor Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Asthma und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) schützen könnten. Die Aufnahme von Vitamin A und E sowohl aus der Nahrung als auch aus Nahrungsergänzungsmitteln war den Ergebnissen zufolge mit einem geringeren Vorkommen von Atemwegserkrankungen verbunden. Zu den wichtigsten Quellen für Vitamin A gehören Leber, Vollmilch und Käse sowie Karotten, dunkelgrünes Blattgemüse und orangene Früchte. Vitamin E liefern vor allem pflanzliche Öle, Nüsse und Samen.

Vitamin D lässt sich nur bedingt aus der Nahrung aufnehmen

Die Aufnahme von Vitamin D aus Nahrungsergänzungsmitteln, jedoch nicht aus der Nahrung, war ebenfalls mit weniger Atemwegsbeschwerden verbunden. Dies trägt zu der aktuellen wissenschaftlichen Debatte über den Nutzen der Nahrungsergänzung mit Vitamin D bei. Die Forscher folgern: "Unsere Ergebnisse stimmen mit der Annahme überein, dass eine Ergänzung von Vitamin D wichtig ist, um einen angemessenen Vitamin-D-Status aufrecht zu erhalten. Die Aufnahme von Vitamin D aus der Nahrung allein reicht dafür möglicherweise nicht aus."

Die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle bei der Immunabwehr, obwohl die Art und Weise, wie Vitamine und andere Nahrungsbestandteile das Immunsystem stärken, komplex und zum Teil noch nicht vollständig verstanden ist. Für die Analyse wurden Daten von 6.115 erwachsenen Teilnehmern ausgewertet, die zwischen 2008 und 2016 an dem britischen "National Diet and Nutrition Survey Rolling Program" teilgenommen und dafür Ernährungsprotokolle bereitgestellt hatten. Die Studie ist online im Fachblatt "BMJ Nutrition Prevention & Health" erschienen.

Quelle: DOI 10.1136/bmjnph-2020-000150

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