Etwa jeder fünfte Implantatpatient entwickelt im Laufe der Zeit eine Periimplantitis. Bleibt die Entzündung unentdeckt, kann sie den Kieferknochen angreifen und im schlimmsten Fall zum Verlust des Implantats führen. Mit der richtigen Pflege und regelmäßigen Kontrollen lässt sich das Risiko deutlich senken.
Ein Zahnimplantat ersetzt die natürliche Zahnwurzel und trägt später die Krone. Es kann Jahrzehnte halten. Entscheidend dafür ist weniger die Operation als die tägliche Pflege zu Hause. Denn auch Implantate können sich entzünden.
Periimplantitis: Warum das Implantat sich lockern kann
Die Ansammlung von Plaque kann zu Zahnfleischentzündungen und schließlich zu Parodontitis führen – einer entzündlichen Erkrankung, bei der der Zahnhalteapparat Schaden nimmt. Wenn dies im Bereich von Zahnimplantaten auftritt (Periimplantitis), kann sich das Implantat lockern oder herausfallen. Nach der aktuellen deutschen Behandlungs-Leitlinie entwickelt im Durchschnitt etwa jeder fünfte Implantatpatient im Laufe der Zeit eine Periimplantitis. Die Häufigkeit schwankt zwischen den Studien allerdings deutlich.
Typische Warnzeichen einer Periimplantitis sind:
- Zahnfleischbluten
- gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
- Schmerzen oder Druckempfindlichkeit
- Eiter
- schlechter Geschmack im Mund
- lockeres Implantat
Die wichtigsten Regeln für die tägliche Implantatpflege
Wie natürliche Zähne müssen Zahnimplantate gut gepflegt werden: Mindestens zweimal täglich Zähneputzen und Zahnseide benutzen sind das A und O bei der Implantatreinigung. Bei guter Mundhygiene, regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und professioneller Nachsorge können Implantate viele Jahre oder sogar Jahrzehnte halten.
Bei diesen Risikofaktoren heilt ein Implantat schlechter ein
Eigentlich kann jeder ein Implantat bekommen. Doch es gibt einige Risikofaktoren und Erkrankungen, die das Einwachsen erschweren und die Haltbarkeit eines Implantats herabsetzen:
- aktive Parodontitis
- unkontrollierter Diabetes
- veränderte Knochendichte z. B. aufgrund von Strahlentherapie an Kopf und Hals
- aktive Chemotherapie
- starkes Rauchen