1. Niemals im Auto lassen
Der wichtigste Grundsatz: Lassen Sie Ihr Tier niemals allein im geparkten Auto zurück, auch nicht für wenige Minuten. Der Innenraum heizt sich innerhalb kürzester Zeit auf und kann lebensgefährliche Temperaturen erreichen, selbst bei leicht geöffnetem Fenster und im Schatten. Für das Tier drohen Hitzschlag und schwere Organschäden.
2. Spaziergänge in die kühlen Stunden legen
Verlegen Sie Gassirunden und aktives Spielen in den frühen Morgen oder den späten Abend. An heißen, schwülen Tagen sollten anstrengende Aktivitäten ausfallen, besonders bei älteren Tieren, Welpen und kurznasigen Rassen wie Mops, Bulldogge oder Boston Terrier. Diese Hunde bekommen wegen ihrer verengten Atemwege ohnehin schwerer Luft und überhitzen dadurch besonders leicht.
3. Den Asphalt-Test machen
Heißer Asphalt kann die Pfoten verbrennen. Bei 27 Grad Lufttemperatur wird der Boden schnell über 50 Grad heiß. Eine einfache Faustregel: Halten Sie Ihre Handfläche auf den Belag. Wenn Sie es dort keine fünf bis sieben Sekunden aushalten, ist es für die Pfoten Ihres Tieres zu heiß.
4. Wasser und Schatten immer verfügbar halten
Frisches, kühles Wasser sollte jederzeit bereitstehen, drinnen wie draußen. Tiere im Garten brauchen den ganzen Tag über schattige Plätze, denn lange Sonneneinstrahlung führt zu Überhitzung und kann sogar Sonnenbrand verursachen.
5. Anzeichen eines Hitzschlags erkennen
Ein Hitzschlag ist auch bei Tieren ein Notfall. Erste Warnzeichen sind Teilnahmslosigkeit, starkes Hecheln, auffallend gerötetes Zahnfleisch und eine gerötete Zunge, schnelle Atmung, vermehrtes Speicheln, Erbrechen oder Durchfall. In fortgeschrittenem Stadium kommen Zusammenbruch, schwere Atmung und weißliches oder bläuliches Zahnfleisch hinzu. Bemerken Sie solche Anzeichen, bringen Sie das Tier sofort an einen kühlen Ort und rufen Sie umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
Bis dahin hilft es, das Tier langsam abzukühlen, etwa mit kühlem, nicht eiskaltem Wasser oder feuchten Handtüchern. Jede Minute mit stark erhöhter Körpertemperatur verschlimmert den Schaden, deshalb zählt schnelles Handeln auf dem Weg zur Praxis.
6. Vorsicht am Wasser und vor Parasiten
Nicht jeder Hund ist ein guter Schwimmer. Behalten Sie Ihr Tier an Pool, See oder Meer im Blick. Nach dem Baden sollten Sie Chlor oder Salzwasser aus dem Fell spülen. Warmes Wetter erhöht zudem das Risiko für einen Befall durch Flöhe, Zecken und Mücken, die Krankheiten übertragen können. Sprechen Sie mit der Tierarztpraxis über einen geeigneten Schutz.
7. Gefahren bei Grillabenden und Festen
Ein Grillabend im Garten ist eine schöne Abwechslung, für Tiere aber nicht ungefährlich. Knochen, Maiskolben oder Spieße können zu Verletzungen oder gefährlichen Verstopfungen im Magen-Darm-Trakt führen, wenn das Tier sie verschluckt. Auch stark fetthaltiges Essen bekommt Hunden schlecht und kann Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Halten Sie Ihr Tier deshalb von Grill, offenem Feuer und den Tellern der Gäste fern.