Denkstörungen sind Veränderungen im Ablauf oder im Inhalt des Denkens. Sie gelten nicht als eigenständige Krankheit, sondern als Symptom, das vor allem bei psychischen Erkrankungen wie Psychosen auftreten kann. Fachleute unterscheiden zwischen formalen Denkstörungen, bei denen Tempo, Zusammenhang oder Struktur der Gedanken verändert sind, und inhaltlichen Denkstörungen, bei denen sich die Gedankeninhalte selbst verändern, etwa durch zwanghafte Gedanken oder realitätsferne Überzeugungen wie Wahn.
Denkstörungen sind Veränderungen im normalen Ablauf oder Inhalt des Denkens. Sie gelten nicht als eigenständige Krankheit, sondern als Symptom, das im Rahmen verschiedener psychischer Erkrankungen auftreten kann, besonders bei Psychosen wie etwa Schizophrenie. Fachleute unterscheiden zwischen formalen und inhaltlichen Denkstörungen. Bei formalen Denkstörungen ist vor allem die Art und Weise betroffen, wie gedacht wird - also Tempo, Zusammenhang und Struktur der Gedanken. Bei inhaltlichen Denkstörungen geht es darum, was gedacht wird, also um die gedanklichen Inhalte selbst, die sich deutlich von der Realität entfernen oder sich zwanghaft aufdrängen können.
Formale Denkstörungen
Bei formalen Störungen wirkt der Gedankengang verändert oder gestört. Beispiele sind:
Inhaltliche Denkstörungen
Diese betreffen den Inhalt des Denkens:
Entwickeln sich diese Störungen im Rahmen einer Psychose, zeigen sich oft schon früh unspezifische Anzeichen wie Konzentrationsprobleme oder innere Leere. Mit der Zeit können sie dann klarer als Denkstörungen, Halluzinationen oder Wahn erkennbar werden.
Folgen / Komplikationen
Denkstörungen können den Alltag stark beeinträchtigen. Besonders ausgeprägte inhaltliche Störungen können das soziale Leben stark belasten. Ohne Behandlung besteht die Gefahr, dass sich die Symptome verfestigen oder verschlimmern.
Denkstörungen treten vor allem im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen wie Psychosen auf. Auch der Einfluss von Substanzen, etwa Drogen oder bestimmten Medikamenten, kann Denkstörungen auslösen oder verstärken.
Das macht der Arzt: Ärzte oder Psychotherapeuten prüfen, ob eine psychische Erkrankung wie eine Psychose vorliegt, und klären mögliche Ursachen ab. Je nach Befund kommen medikamentöse Behandlungen oder psychotherapeutische Massnahmen zum Einsatz, um die Denkstörungen zu lindern und die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist, Veränderungen im Denken ernst zu nehmen und frühzeitig fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Unterstützung durch das soziale Umfeld ist wichtig. Je eher eine Abklärung erfolgt, desto besser sind die Chancen, dass sich die Beschwerden bessern oder stabilisieren.
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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