Denkstörungen

Störungen im Ablauf und Inhalt des Denkvorganges.

Was ist das? - Definition
Störungen im Ablauf und Inhalt des Denkvorganges.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Denkstörungen sind bei verschiedenen psychischen Erkrankungen zu finden, besonders im Rahmen einer Schizophrenie.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Der korrekte Denkvorgang umfasst mehrere Fähigkeiten. Man muss sich erinnern können, Inhalte merken können und in der Lage sein, Zusammenhänge logisch zu erfassen. Bei Denkstörungen sind diese Fähigkeiten mehr oder weniger verloren gegangen. Man unterscheidet zwischen formalen und inhaltlichen Denkstörungen.
Bei formalen Denkstörungen liegen Störungen im Ablauf und in der Ordnung des Denkablaufes vor. Hier einige Beispiele:

  • Denkverlangsamung/Denkhemmung: der Gedankengang ist mühsam, wirkt gehemmt, schleppend. Eine typische Denkstörung im Rahmen einer schweren Depression.
  • Die Ideenflucht - hier jagt ein Gedanke den anderen, der Redefluss ist stark erhöht - kann man dagegen bei einer Manie beobachten.
  • Gedankenabreißen: der Gedankengang bricht plötzlich ohne Grund ab und wird nicht fortgesetzt.
  • Zerfahrenes Denken: sehr sprunghafter Gedankengang, bei welchem die logischen Zusammenhänge fehlen. Es kann sich bis zur sinnlosen Aneinanderreihung von Sätzen, Silben und Wörtern, zu einer Art Wortsalat, steigern.

Von inhaltlichen Denkstörungen spricht man bei Störungen des Gedankeninhaltes, also einer gewissen Verrücktheit der Gedanken:

  • Zwangsgedanken: Gedanken, die als unsinnig und quälend empfunden werden, treten immer wieder auf, können nicht unterdrückt werden. Sie sind typisch für eine Zwangserkrankung.
  • Überwertige Ideen: ein Gedanke beherrscht das ganze Denken. Dieser Gedanke an sich muss nicht krankhaft sein, krankhaft ist aber, dass das ganze Denken sich nur um ihn dreht.
  • Der Wahn ist die eindrucksvollste inhaltliche Denkstörung. Die Betroffenen schätzen die Realität krankhaft falsch ein und lassen sich durch nichts von ihrer Einschätzung abbringen. Wahnideen sind ein typisches Symptom der Schizophrenie.


Verhaltenstipps

  • Veränderte Denkvorgänge erkennt man an verändertem Redeverhalten und Inhalt des Gesprochenen. Treten Veränderungen dieser Art auf, sollte man ärztlichen Rat einholen.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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