SeniorenGesundheit

Depression ist eine häufige Schlaganfall-Folge

JB/NK  |  20.02.2023

Nach einem Schlaganfall kommt es bei jedem dritten Überlebenden zu einer Depression. Grund dafür könnten unter anderem Veränderungen im Gehirn durch den Hirnschlag sein. Darauf weist die American Stroke Association hin.

Älterer Mann, schaut in die Kamera.
Eine Depression ist eine häufige
© diego_cervo/iStockphoto

Etwa ein Drittel aller Patienten, die einen Schlaganfall überstehen, leiden anschließend an einer Depression. Das berichtet die American Stroke Association in einer wissenschaftlichen Stellungnahme. „Depressionen nach einem Schlaganfall können eine normale psychologische Reaktion auf den Stress der Verletzung, Behinderung oder dem Auseinandersetzten mit der eigenen Sterblichkeit sein“, erklärt Lee H. Schwamm, Professor für Neurologie an der Harvard Medical School in Boston. In anderen Fällen könne sie aber auch durch strukturelle, elektrische oder biochemische Veränderungen im Gehirn verursacht werden. Wenn durch den Schlaganfall bestimmte Gehirnregionen verletzt werden, können die Systeme, die Emotionen regulieren, geschädigt werden. Dies führt bei den Patienten zu Depressionen, Angstzuständen oder Symptomen einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Unbehandelt können Depressionen die Lebensqualität stark einschränken und die Genesung nach einem Schlaganfall erschweren. Schwamm rät Betroffenen daher, sich zeitnah nach Auftreten der Symptome Hilfe bei qualifiziertem Fachpersonal zu suchen. Schlaganfall-Überlebende zögern dem Experten zufolge häufig, die Symptome einer Depression als solche anzuerkennen und sich Hilfe zu holen. Dabei verbessert die Behandlung von Depressionen nicht nur die Stimmung, sondern fördert auch die körperliche, kognitive und intellektuelle Genesung.

Besteht der Verdacht auf einen Schlaganfall, muss sofort der Notarzt allarmiert werden. Um einen potenziellen Schlaganfall zu erkennen, hilft der sogenannte FAST-Test:

  • F = Face (Gesicht): Bitten Sie die betroffene Person, zu lächeln. Hängt dabei ein Mundwinkel herab, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin, ein häufiges Symptom bei einem Schlaganfall.
  • A = Arms (Arme): Bitten sie die Person, beide Arme nach vorne auszustrecken und die Handflächen nach oben zu drehen. Können nicht beide Arme gehoben oder gedreht werden, besteht der Verdacht auf einen Schlaganfall.
  • S = Speech (Sprache): Klingt die Stimme beim Nachsprechen eines einfachen Satzes verwaschen oder ist die Person gar nicht dazu in der Lage, liegt eine Sprachstörung vor, die ebenfalls auf einen Schlaganfall hindeutet.
  • T = Time (Zeit): Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute: Kann die Person nur einen dieser Tests nicht fehlerfrei absolvieren, wählen sie sofort die 112.

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