Fusselige Kleidung, Kälte und Feuchtigkeit können Hörgeräte schädigen. Besonders im Winter gibt es daher einige Aspekte bei der Anwendung und Pflege der Systeme zu beachten. Wie das gelingt, erklärt die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR:
Tipp 1: Gutsitzende Kopfbedeckung
Stirnband oder Mützen wärmen nicht nur den Kopf. Sie schützen außerdem die Hörtechnik vor Feuchtigkeit und Auskühlung. Doch Vorsicht gilt: "Sitzen Mützen, Stirnbänder oder Schals sehr eng, können sie das Mikrofon des Hörsystems verdecken oder das Gerät verrutschen lassen. Wichtig ist es deshalb, darauf zu achten, dass die Kopfbedeckung locker sitzt und nicht auf das Hörsystem drückt", rät der Präsident der Bundesinnung Eberhard Schmidt.
Tipp 2: Hörsystem regelmäßig reinigen
Besonders in der kalten Jahreszeit gelangen durch das Tragen von Mützen und Schals vermehrt Fussel, Fasern, Schweiß, Hautschüppchen und Talg in Hörgeräte. Man solle das Gerät regelmäßig mit einem fusselfreien Tuch reinigen, erklärt Schmidt. „Auch eine professionelle Reinigung durch den Hörakustiker ist eine gute Möglichkeit, um die Funktionalität des Hörsystems zu gewährleisten und gutes Hören zu sichern.“
Tipp 3: Vorsicht vor Kondenswasser
Kondenswasser bildet sich häufig beim Wechsel von kalter zu warmer Umgebung. Diese Feuchtigkeit kann die sensible Technik aus Hörsystemen schädigen. Zur Trocknung eignet sich eine spezielle Trockenbox, die dem Gerät Feuchtigkeit entzieht. Föne oder Heizkörper dagegen können durch die hohe Hitze den Geräten schaden.
Tipp 4: Kälte und Batterien regelmäßig wechseln
"Kälte kann die Leistung und Lebensdauer von Batterien, aber auch von den immer beliebteren Akkugeräten verringern“, sagt der Hörakustiker-Meister. Er empfiehlt, die Batterien des Hörsystems regelmäßig zu wechseln. Morgens sollte der Akku vollständig geladen sein.
Tipp 5: Wintersport mit Hörgerät
Mit der richtigen Ausstattung können Menschen mit Hörgeräten auch im Winter sportlich aktiv bleiben. Hörakustiker beraten gerne zu den Optionen.