Intervallfasten: So beeinflusst die Essenszeit das Gewicht

Katrin Faßnacht-Lee  |  04.05.2026 13:16 Uhr

Nicht nur was wir essen, sondern auch wann wir essen, kann unser Gewicht beeinflussen. Eine große Studie zeigt: Wer nachts länger fastet und morgens zeitig frühstückt, hat langfristig eher einen niedrigeren Body-Mass-Index (BMI).

Eine junge Frau sitzt am Küchentisch und isst Müsli.
Wer früh am Morgen frühstückt und am Abend zuvor ebenfalls zeitig ist, hat laut hat Chancen auf einen niedrigeren BMI.
© Mirjana Pusicic/iStockphoto

Warum der Zeitpunkt der Mahlzeiten zählt

Die Forschenden beobachteten über mehrere Jahre mehr als 7000 Erwachsene. Die Studie zeigte, dass zwei einfache Essgewohnheiten mit einem gesünderen Gewicht in Verbindung stehen: „Unsere Ergebnisse stehen im Einklang mit anderen aktuellen Studien und deuten darauf hin, dass ein verlängertes nächtliches Fasten helfen kann, ein gesundes Gewicht zu halten – vorausgesetzt, es geht mit einem frühen Abendessen und einem frühen Frühstück einher“, erklärt Studienautorin Luciana Pons-Muzzo. Der Grund: Frühes Essen passt wahrscheinlich besser zur inneren Uhr des Körpers. Dadurch könnten Kalorien effizienter verbrannt und der Appetit besser reguliert werden.

Frühstück auslassen, bringt keinen Vorteil

Interessant: Intervallfasten durch das Auslassen des Frühstücks zeigte keinen positiven Effekt auf das Gewicht. „Es gibt verschiedene Formen des sogenannten Intervallfastens (…). In einer Untergruppe von Männern, die Intervallfasten praktizieren, indem sie das Frühstück auslassen, haben wir beobachtet, dass diese Praxis keinen Einfluss auf das Körpergewicht hat. Andere Interventionsstudien mit Teilnehmenden mit Adipositas haben gezeigt, dass diese Methode langfristig nicht wirksamer ist als eine Reduzierung der Kalorienzufuhr, um das Körpergewicht zu senken“, sagt Camille Lassale, Mitautorin der Studie.

Mehr als nur Gewicht: Weitere Effekte vom Intervallfasten

Frühere Studien desselben Forschungsteams zeigen, dass frühes Abendessen und Frühstück nicht nur beim Gewicht helfen könnten, sondern auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes senken. Allerdings weisen die Forschenden darauf hin, dass weitere Studien nötig sind, um eine mögliche Empfehlung zu untermauern.

Die Studie gehört zum Forschungsfeld der „Chrononutrition“. Dabei geht es darum, Essenszeiten an den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus anzupassen. Unregelmäßige oder sehr späte Mahlzeiten könnten diesen Rhythmus stören und langfristig die Gesundheit beeinflussen.

DOI: 10.1186/s12966-024-01639-x

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