Jugend: Wer länger schläft, hat weniger Depressions-Symptome

Lina Müller  |  08.01.2026 14:46 Uhr

Lieber Ausschlafen: Für junge Menschen scheint es sich zu lohnen, ihr Schlafdefizit am Wochenende auszugleichen. Denn eine Studie zeigt, dass sie dann seltener Symptome einer Depression haben.

Eine junge Frau liegt im Bett. Sie ist wach, lächelt und streckt ihre Arme aus.
Sonntags ausschlafen: Eine gute Idee. Denn mehr Schlaf könnte mit weniger Depressions-Symptomen einhergehen.
© Vera_Petrunina/iStockphoto

Heranwachsende, die am Wochenende ausschlafen, haben seltener Symptome einer Depression. Ihr Risiko für diese Symptome ist um 41 Prozent geringer als bei Gleichaltrigen, die ihren Schlaf nicht nachholen konnten. 

Dafür analysierten Forschende der University of Oregon und New York Upstate Medical Daten von mehr als 1000 16- bis 24-Jährigen aus den Jahren 2021 bis 2023. Die Teilnehmenden gaben ihre Schlafenszeiten wochentags und am Wochenende an. Auch die Gefühlslage wurde miteinbezogen: Wenn Befragte täglich angaben, sich traurig oder depressiv zu fühlen, wertete das Forschungsteam das als Symptom einer Depression.

Acht bis zehn Stunden am Tag sind ideal

Schlaf ist wichtig für die mentale Gesundheit. “Schlafforscher und -kliniken empfehlen schon lange, dass Heranwachsende acht bis zehn Stunden regulären Schlaf bekommen sollten. Das ist aber für viele junge Menschen – oder auch Menschen anderer Altersklassen – nicht umsetzbar“, erklärt Melynda Casement von der University of Oregon in einer Pressemitteilung zur Studie. Die promovierte Psychologin appelliert daher dazu, junge Menschen ausschlafen zu lassen, wenn sie unter der Woche nicht genügend Schlaf bekommen.

Heranwachsende schlafen anders

Typischerweise schlafen junge Menschen zwischen 23 und 8 Uhr. Für diesen Rhythmus starten Schulen zu früh. Viele Schlafforscher und Gesundheitsfachkräfte sprechen sich dafür aus, die Schulen später beginnen zu lassen. 

Depressionen sei bei Personen zwischen 16 und 24 Jahren einer der Hauptgründe, den Alltag nicht zu bewältigen: Das Verpassen von Terminen oder Verschlafen können Beispiele dafür sein. „Das macht diese Altersgruppe besonders interessant, um Risikofaktoren für Depressionen zu verstehen und wie diese möglicherweise mit der Durchführung von Interventionen zusammenhängen könnten“, sagte Casement.

Quelle: DOI 10.1016/j.jad.2025.120613 

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