Gesundheit

Mehr Menschen mit Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen

Dr. Karen Zoufal  |  24.06.2021

Herzschwäche (Herzinsuffizienz) hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Kardiologen warnen, dass sich der Anstieg fortsetzen wird, denn sie ist das Endstadium vieler Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die ebenfalls deutlich zunehmen. Auch wegen Herzrhythmusstörungen müssen heute viel mehr Menschen im Krankenhaus behandelt werden.

Opa sitzt auf seinem Sofa und fasst sich angespannt mit der rechten Hand an die Brust.
Herzrasen, Schwindel, Brustschmerzen oder Ohnmachtsanfälle sind typische Anzeichen für Herzrhythmusstörungen.
© Jun/iStockphoto

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Menschen, die wegen einer Herzschwäche im Krankenhaus behandelt wurden, um etwa 40 Prozent angestiegen – allein zwischen 2018 und 2019 um knapp fünf Prozent. Gleichzeitig haben neue Medikamente und Behandlungsmethoden sowie eine bessere Versorgung dazu geführt, dass man besser und länger mit dieser Erkrankung leben kann: Im Jahr 2019 ist die Sterblichkeit auf den niedrigsten Wert seit 2011 gefallen.

Die Anzahl der Menschen mit Herzrhythmusstörungen, die eine Behandlung im Krankenhaus benötigten, hat sich binnen 20 Jahren sogar annähernd verdoppelt. Das hängt zum Teil mit der älter werdenden Bevölkerung zusammen, aber auch damit, dass sich die Diagnostik verbessert hat. Dank besserer Therapieoptionen ist die Sterblichkeit durch Herzrhythmusstörungen trotz der starken Zunahme der Patienten seit 2011 gleichbleibend. „Eine der schwerwiegendsten Folgen von Vorhofflimmern kann ein Schlaganfall sein. Somit ist es eklatant wichtig, diese Herzrhythmusstörung frühzeitig zu erkennen und so effektiv wie möglich zu behandeln“, sagte Prof. Dr. Stephan Baldus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Trotz der Erfolge warnt er davor, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen schon seit Jahren in Deutschland mit Abstand die häufigste Todesursache sind. Da es immer mehr Menschen mit diesen Erkrankungen gibt, wird sich das in der näheren Zukunft auch kaum ändern.

Quelle: Deutscher Herzbericht 2021

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