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Corona-Impfung: Alle wichtigen Informationen im Überblick

LR/RF/NK  |  30.07.2021

Seit die Priorisierung bundesweit weggefallen ist, bekommen alle Impfwilligen eine Impfung, vielfach sogar ohne Termin. Impfstoff ist mittlerweile reichlich vorhanden. aponet.de gibt einen kompakten Überblick, wie und wo Sie jetzt eine Impfung bekommen und beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Terminvergabe und Ablauf der Impfaktion - mit direkten Links zu den Service-Portalen der einzelnen Bundesländer.

Braunes Straßenschild mit der Aufschrift "Impfzentrum"
Bevor man ein Corona-Impfzentrum aufsucht, braucht man einen Termin. Die Vergabe unterscheidet sich jedoch in den einzelnen Bundesländern.
© SLindenau/iStockphoto

Wer wird geimpft?

Jeder, der eine Covid-19-Impfung möchte, kann sich dafür anmelden. Die Priorisierung, die in den vergangenen Monaten die Reihenfolge der Impfwilligen festlegte, besteht nicht mehr. Das regelt die aktualisierte Coronavirus-Impfverordnung. Termine für Zweitimpfungen, die im Rahmen der Priorisierung vergeben wurden, bleiben jedoch unverändert bestehen. Allerdings vergeben einige Bundesländer die Termine trotzdem nach Kriterien, z.B. dem Alter.

Wie bekomme ich einen Termin?

Die Terminvergabe regeln die jeweiligen Bundesländer individuell. Dabei greifen die Länder auf Telefon-Hotlines, Online-Portale sowie postalische Einladungen zurück. In der Infobox unter diesem Beitrag sind Anlaufstellen in allen Bundesländern aufgelistet. Für die Impfung beim Hausarzt muss man lediglich den Termin in der Praxis vereinbaren.

Was kostet die Impfung?

Eine im Impfzentrum oder durch mobile Impfteams durchgeführte Impfung ist für den Geimpften kostenlos, unabhängig davon, ob man gesetzlich oder privat versichert ist. Das gilt auch für die Impfung beim Hausarzt.

Muss ich mich gegen Corona impfen lassen?

Nein, die Impfung ist freiwillig. Auch wer sich bereits im Impfzentrum eingefunden hat, kann sich immer noch dagegen entscheiden.

Wo wird geimpft? 

Die meisten Impfzentren sind weiterhin in Betrieb. Daneben kann man sich bei niedergelassenen Hausärzten, in Privatpraxen und durch Betriebsärzte gegen das Coronavirus impfen lassen. Viele Bundesländer impfen Kinder und Jugendliche nicht in den Impfzentren, sondern bitten sie, sich dafür an die Haus- und Kinderärzte zu wenden.

Kann ich den Impfstoff frei wählen?

In Deutschland sind vier Impfstoffe gegen Covid-19 zugelassen: jeweils ein mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer und von Moderna sowie ein Vektorviren-Impfstoff von AstraZeneca und der Firma Johnson&Johnson. Mittlerweile ist das Angebot so groß, dass man wählen kann.

Wie oft werde ich geimpft?

Bei fast allen in Deutschland bislang zugelassenen Impfstoffen sind insgesamt zwei Impfungen notwendig. Also benötigt man auch zweimal einen Termin. Ausnahme ist der Impfstoff von Johnson&Johnson, hier ist nur eine einmalige Impfung notwendig. Die Coronavirus-Impfverordnung regelt die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Zeitabstände. Für die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna wird ein Abstand von drei bzw. vier bis sechs Wochen zwischen den beiden Impfdosen empfohlen.

Für die AstraZeneca-Vakzine ist der Abstand der Impfungen frei wählbar, sollte aber zwischen vier und zwölf Wochen liegen. Umso länger der gewählte Zeitraum innerhalb dieses Intervalls, desto höher ist die nachgewiesene Wirksamkeit. Letztlich sollen Arzt und Patient entscheiden, wann genau die zweite Impfung folgt. Mehr zur Wirksamkeit und den empfohlenen zeitlichen Abständen lesen Sie hier.

Wie läuft die Impfung im Impfzentrum ab?

  • Im Vorfeld - Terminvereinbarung: Eine Impfung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. In der Infobox sind die dafür wichtigsten Internetseiten und Telefon-Hotlines aufgelistet.
  • Anmeldung: Im Impfzentrum werden Identität und Impfberechtigung überprüft. Hierzu benötigt man seinen Personalausweis und entsprechende Berechtigungsnachweise z.B. vom Pflegeheim, Arbeitgeber oder Arzt.
  • Information und Aufklärung: Impfwillige erhalten Informationsmaterialen zum Durchlesen. Anschließend klärt ein Arzt über mögliche Risiken auf und ein Aufklärungsmerkblatt sowie ein Einwilligungsbogen sind zu unterschreiben.
  • Impfung: Die Impfung wird durch medizinisches Personal in den Oberarmmuskel verabreicht. Die Impfung wird im Impfausweis dokumentiert, daher ist es ratsam, diesen mit zur Impfung zu bringen. Was zu tun ist, wenn der Impfausweis verloren gegangen ist, lesen Sie hier.
  • Nachbeobachtung: Eine 15-minütige Wartezeit nach der Impfung dient dazu, mögliche Allergien auf den Impfstoff direkt zu erkennen und zu behandeln. Das kommt allerdings sehr selten vor.
  • Wichtig: Ein zweiter Impftermin ist absolut notwendig, damit die Impfung richtig wirken kann.

 

Dieser Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

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