Bis zu 12,6 Jahre länger ohne Demenz
Für die Studie wurden Daten von 12.409 Menschen aus vier US-Gemeinden ausgewertet. Zu Beginn waren sie etwa 55 Jahre alt und hatten keine Demenz. Der Beobachtungszeitraum betrug durchschnittlich 26,3 Jahre. In dieser Zeit entwickelten 3008 von ihnen eine Demenz, 5238 starben demenzfrei.
Das zentrale Ergebnis: Menschen, die nicht rauchten und weder Bluthochdruck noch Diabetes entwickelten, lebten im Durchschnitt 30,1 Jahre ohne Demenz. Waren alle drei Risikofaktoren vorhanden, waren es durchschnittlich lediglich 17,5 Jahre – also 12,6 Jahre weniger.
Je mehr Risikofaktoren, desto weniger demenzfreie Jahre
Auch die Anzahl der Risikofaktoren spielte eine Rolle:
- kein Risikofaktor: 30,1 demenzfreie Jahre
- ein Risikofaktor: 26,3 demenzfreie Jahre
- zwei Risikofaktoren: 21,0 demenzfreie Jahre
- drei Risikofaktoren: 17,5 Jahre
Bei allen drei Faktoren war das Demenzrisiko 2,69-mal so hoch. Frauen mit allen drei Risikofaktoren blieben im Mittel etwas länger demenzfrei als Männer: 18,1 gegenüber 16,6 Jahren.
Demenzprävention beginnt schon in der Lebensmitte
Die Ergebnisse zeigen: Die Grundlagen für die spätere Gehirngesundheit werden lange vor den ersten Gedächtnisproblemen gelegt. Prävention kann vor allem dabei helfen, mehr Lebensjahre bei guter geistiger Gesundheit zu gewinnen.
Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes sind beeinflussbar. Besonders wichtig sind ein rauchfreies Leben, regelmäßige Bewegung und eine frisch zubereitete, pflanzenbetonte Ernährung mit wenig Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln. Wer bereits Blutdruck- oder Diabetesmedikamente benötigt, sollte sie zuverlässig nach ärztlicher Verordnung einnehmen.
Ein praktischer erster Schritt: Lassen Sie Blutdruck und Blutzucker regelmäßig kontrollieren und holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören möchten.
Quelle: DOI: 10.1212/WN9.0000000000000152