Eichenprozessionsspinner: Diese Symptome treten nach Kontakt auf
Der Eichenprozessionsspinner (EPS) breitet sich in Deutschland seit Jahren zunehmend aus. Die Raupen sind übersät von mehreren Hunderttausend Brennhärchen, die sich leicht lösen und sich mit dem Wind in der Umgebung der Bäume verteilen können. Bei Kontakt kann es zu diesen Symptomen kommen:
- Hautausschläge, Juckreiz und Quaddeln
- Atembeschwerden
- Bindehautentzündung
- Schwindel, Übelkeit, Fieber oder Schüttelfrost
- in schlimmen Fällen: allergischer Schock
Die Beschwerden können unmittelbar auftreten, entwickeln sich bei vielen Betroffenen aber erst nach mehreren Stunden oder über Nacht.
Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner: Das sollten Sie sofort tun
Nach einem Kontakt mit den Raupenhaaren sollte man sofort duschen, die Haare waschen und mit einem Föhn trocknen. Die Kleidung umgehend wechseln und bei 60 Grad waschen. Auch Autos, die in der Nähe eines befallenen Baums standen, reinigt man sorgfältig innen und außen, um nicht darüber in Kontakt mit den Brennhärchen zu kommen.
Was hilft gegen Juckreiz und Hautausschlag?
Wenn man bereits Symptome hat, helfen diese Maßnahmen:
- Kühlende Umschläge auf die betroffene Hautstelle legen.
- Bei starkem Juckreiz helfen rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke, zum Beispiel eine Creme oder ein Gel mit niedrig dosiertem Kortison.
- Zusätzlich helfen Antihistaminika in Tablettenform.
Die Beschwerden können ein bis zwei Wochen anhalten.
Wann zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist bei stärkeren Beschwerden vonnöten. Dazu zählen:
- Atemnot
- starke Schwellungen
- Beschwerden am Auge
- allergische Reaktionen
- anhaltende Beschwerden
So schützen Sie sich vor dem Eichenprozessionsspinner
Um sich zu schützen, sollte man befallene Bäume, oft Eichen, oder Waldgebiete meiden. Vor Ausflügen oder Waldspaziergängen lohnt sich ein Blick auf das kostenlose bundesweite Frühwarnsystem des Deutschen Wetterdienstes. Es zeigt tagesaktuell, in welchen Regionen eine erhöhte Belastung durch Brennhärchen erwartet wird.
Ist es nicht möglich, befallene Bäume zu meiden, hält man zum Schutz möglichst viel Haut bedeckt.