Warum entsteht eine Badedermatitis?
Auslöser einer Badedermatitis sind winzige Parasiten, sogenannte Zerkarien. Die Larven von Saugwürmern leben vor allem in flachen Uferzonen bewachsener Seen und befallen eigentlich Wasservögel. Der Mensch ist lediglich ein Fehlwirt.
Kommt es dennoch zum Kontakt, bohren sich die Larven in die menschliche Haut und sterben ab. Beim ersten Befall entstehen nur geringe Hautreaktionen. Die Badedermatitis tritt erst beim wiederholten Kontakt auf, wenn das Immunsystem sensibilisiert ist. Die Erkrankung ist in der Regel harmlos. Die Beschwerden verschwinden meist innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst.
Wie lässt sich der Juckreiz behandeln?
Oft beginnen die Beschwerden wenige Stunden nach dem Baden. Manche Betroffene bemerken zunächst nur ein Kribbeln oder Brennen der Haut. Betroffene sollten die juckenden Quaddeln nicht aufkratzen, damit es nicht zu weiteren Infektionen kommen kann.
Die Symptome der Badedermatitis können mit einem Antihistamin-haltigen Gel oder Corticoid-haltiger Creme behandelt werden. Bei besonders starkem Juckreiz können Antihistaminika zum Einnehmen helfen.
So schützen Sie sich vor Zerkarien
Um den Kontakt mit Zerkarien zu vermeiden, halten sich Badende am besten nicht zu lang im flachen, warmen Uferbereich auf, sondern schwimmen stattdessen zügig ins tiefere, kühlere Wasser. Nach dem Schwimmen sollte die Badekleidung zeitnah ausgezogen und der Körper kräftig mit einem Handtuch abgetrocknet werden, sodass Zerkarien nicht in die Haut eindringen können.
Baden am frühen Morgen ist nicht zu empfehlen, da die Larven in dieser Zeit freigesetzt werden. Ein versehentliches Verschlucken der Zerkarien stellt keine Gefahr dar, da die Infektion über die Hautoberfläche stattfindet.