Kaffee zum Frühstück, ein Glas Milch oder schwarzer Tee nach dem Essen: Solche Gewohnheiten können die Aufnahme von Eisen bremsen. Wer häufig müde oder erschöpft ist, sollte wissen, welche Lebensmittel als "Eisenräuber" gelten und wie sich der Effekt vermeiden lässt.
Audio Player laden?
Um diesen Audio Player anzuzeigen, werden Inhalte von goaudio geladen.
Dabei könnten personenbezogene Daten an goaudio übermittelt und Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden.
Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das wir mit der Nahrung aufnehmen müssen: Es spielt unter anderem für den Stoffwechsel eine wichtige Rolle. So sorgt Eisen im roten Blutfarbstoff für den Transport von Sauerstoff. Außerdem unterstützt es die Energieversorgung von Zellen und die Abwehr von Infektionen.
Diese Lebensmittel liefern besonders viel Eisen
Folgende Lebensmittel haben einen hohen Gehalt an Eisen:
Tierische Innereien wie Leber und Niere
Rotes Fleisch
Bitterschokolade
Getreideprodukte aus Vollkorn (Der Eisengehalt von Vollkornmehl ist mehr als fünfmal so hoch wie der von hellem Mehl)
Haferflocken
Sonnenblumenkerne
Pfifferlinge
Grünes Blattgemüse wie Spinat und Feldsalat
Hülsenfrüchte wie Kidneybohnen, Linsen und Erbsen
Grundsätzlich ist Eisen aus tierischen Lebensmitteln für den Körper besser verwertbar als Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Da rotes und verarbeitetes Fleisch jedoch mit einigen Risiken für die Gesundheit verbunden ist und neuen Studien zufolge unter anderem die Gefahr für Darmkrebs und Diabetes erhöhen kann, sollte es nur in Maßen gegessen werden, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Es ist auch möglich, den Körper durch die richtige Auswahl von pflanzlichen Lebensmitteln ausreichend mit Eisen zu versorgen, wenn ein paar Dinge beachtet werden.
Diese Lebensmittel behindern die Aufnahme von Eisen
Es gibt Lebensmittel, die die Aufnahme von Eisen hemmen. Dazu zählen:
Kaffee und schwarzer Tee zählen zu den größten Eisenräubern
Dass Kaffee und schwarzer Tee die Aufnahme von Eisen hemmen, liegt an den in ihnen enthaltenen Tanninen. Daher ist es ratsam, einen Espresso oder schwarzen Tee nicht kurz vor oder nach einer eisenhaltigen Mahlzeit (z.B. ein Müsli mit Haferflocken) zu essen - vor allem, wenn man unter Eisenmangel leidet. Auch Rotwein, Cola und Limonaden, die Phosphat enthalten, zählen zu den Getränken, die die Aufnahme von Eisen im Körper hemmen. Roibuschtee oder Grüner Tee beeinflussen die Eisenverwertung hingegen kaum.
Auch Milchprodukte können die Eisenaufnahme bremsen
Milchprodukte sind gesund und wichtige Calciumlieferanten. Wer jedoch einen Eisenmangel hat oder Eisenpräparate einnimmt, sollte größere Mengen Milch möglichst nicht gleichzeitig mit einer eisenreichen Mahlzeit verzehren.
Überraschend: Auch Spinat und Vollkorn können die Eisenaufnahme erschweren
Auch Kakao und Schokolade stehen auch auf der Liste der Eisenräuber. Das liegt am Oxalat, das im Kakao steckt. Es schränkt die Aufnahme von Eisen im Darm ein. Das gilt auch für den an Oxalsäure reichen Spinat. Das Paradoxe: Zartbitterschokolade und Spinat sind beides Lebensmittel, die gleichzeitig reich an Eisen sind.
Getreideprodukte wie Brot, Nudeln sowie Reis und Mais enthalten Phytinsäure, die Eisen bindet, sodass der Körper den Mineralstoff schlechter aufnehmen kann. Das gilt auch für Vollkornprodukte, die gleichzeitig aber deutlich mehr Eisen liefern als Weißmehlprodukte.
Mit Vitamin C nimmt der Körper Eisen deutlich besser auf
Vitamin C hingegen verbessert die Aufnahme von Eisen. Die DGE empfiehlt daher, z.B. Vollkornnudeln und Spinat mit Lebensmitteln zu kombinieren, die reich an Vitamin C sind. Dazu zählen etwa Kartoffeln, Paprika, schwarze Johannisbeeren, Brokkoli, Zitrusfrüchte und Kohl.
Wie macht sich Eisenmangel bemerkbar?
Da sich der Körper bei Eisenmangel nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgen kann, treten vor allem Müdigkeit, Antriebslosigkeit sowie eine blasse, trockene Haut auf. Aber auch Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und Kurzatmigkeit etwa nach dem Treppensteigen können auf einen Eisenmangel hinweisen. Wer einen Eisenmangel vermutet, sucht am besten einen Arzt auf. Eine Blutuntersuchung zeigt, wie es um den Eisenstatus steht. Gefährdet sind hier vor allem Mädchen und Frauen mit einer starken Regelblutung und Schwangere, die einen deutlich erhöhten Bedarf an Eisen haben.
Wer gehört zu den Risikogruppen für einen Eisenmangel?
Eine unzureichende Eisenversorgung haben häufiger:
Säuglinge
Kinder
Jugendliche
Frauen vor der Menopause
Schwangere
Menschen, die Leistungssport betreiben
Personen, die häufig Blut spenden
Personen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren.
Mehr dazu in unserem Podcast. Gleich hier reinhören:
Podcast laden?
Um diesen Podcast anzuzeigen, werden Inhalte von Podigee geladen.
Dabei könnten personenbezogene Daten an Podigee übermittelt und Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden.
Mehr aponet.de bei Google
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.