Ein Frühstück mit Haferflocken und einer Tasse Kaffee gilt als gesund. Was viele nicht wissen: Der Kaffee kann die Aufnahme des Eisens aus den Haferflocken deutlich verringern. Auch schwarzer Tee oder größere Mengen Milch bremsen die Eisenaufnahme. Wer einem Eisenmangel vorbeugen möchte, sollte deshalb auf den richtigen Zeitpunkt achten.

Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das wir mit der Nahrung aufnehmen müssen: Es spielt unter anderem für den Stoffwechsel eine wichtige Rolle. So sorgt Eisen im roten Blutfarbstoff für den Transport von Sauerstoff. Außerdem unterstützt es die Energieversorgung von Zellen und die Abwehr von Infektionen.
Folgende Lebensmittel haben einen hohen Gehalt an Eisen:
Grundsätzlich ist Eisen aus tierischen Lebensmitteln für den Körper besser verwertbar als Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Da rotes und verarbeitetes Fleisch jedoch mit einigen Risiken für die Gesundheit verbunden ist und neuen Studien zufolge unter anderem die Gefahr für Darmkrebs und Diabetes erhöhen kann, sollte es nur in Maßen gegessen werden, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Es ist auch möglich, den Körper durch die richtige Auswahl von pflanzlichen Lebensmitteln ausreichend mit Eisen zu versorgen, wenn ein paar Dinge beachtet werden.
Es gibt Lebensmittel, die die Aufnahme von Eisen hemmen. Dazu zählen:
Dass Kaffee und schwarzer Tee die Aufnahme von Eisen hemmen, liegt an den in ihnen enthaltenen Tanninen. Daher ist es ratsam, einen Espresso oder schwarzen Tee nicht kurz vor oder nach einer eisenhaltigen Mahlzeit (z.B. ein Müsli mit Haferflocken) zu essen - vor allem, wenn man unter Eisenmangel leidet. Auch Rotwein, Cola und Limonaden, die Phosphat enthalten, zählen zu den Getränken, die die Aufnahme von Eisen im Körper hemmen. Roibuschtee oder Grüner Tee beeinflussen die Eisenverwertung hingegen kaum.
Milchprodukte sind gesund und wichtige Calciumlieferanten. Wer jedoch einen Eisenmangel hat oder Eisenpräparate einnimmt, sollte größere Mengen Milch möglichst nicht gleichzeitig mit einer eisenreichen Mahlzeit verzehren.
Auch Kakao und Schokolade stehen auch auf der Liste der Eisenräuber. Das liegt am Oxalat, das im Kakao steckt. Es schränkt die Aufnahme von Eisen im Darm ein. Das gilt auch für den an Oxalsäure reichen Spinat. Das Paradoxe: Zartbitterschokolade und Spinat sind beides Lebensmittel, die gleichzeitig reich an Eisen sind.
Getreideprodukte wie Brot, Nudeln sowie Reis und Mais enthalten Phytinsäure, die Eisen bindet, sodass der Körper den Mineralstoff schlechter aufnehmen kann. Das gilt auch für Vollkornprodukte, die gleichzeitig aber deutlich mehr Eisen liefern als Weißmehlprodukte.
Vitamin C hingegen verbessert die Aufnahme von Eisen. Die DGE empfiehlt daher, z.B. Vollkornnudeln und Spinat mit Lebensmitteln zu kombinieren, die reich an Vitamin C sind. Dazu zählen etwa Kartoffeln, Paprika, schwarze Johannisbeeren, Brokkoli, Zitrusfrüchte und Kohl.
Da sich der Körper bei Eisenmangel nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgen kann, treten vor allem Müdigkeit, Antriebslosigkeit sowie eine blasse, trockene Haut auf. Aber auch Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und Kurzatmigkeit etwa nach dem Treppensteigen können auf einen Eisenmangel hinweisen. Wer einen Eisenmangel vermutet, sucht am besten einen Arzt auf. Eine Blutuntersuchung zeigt, wie es um den Eisenstatus steht. Gefährdet sind hier vor allem Mädchen und Frauen mit einer starken Regelblutung und Schwangere, die einen deutlich erhöhten Bedarf an Eisen haben.
Eine unzureichende Eisenversorgung haben häufiger:
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: FAQ Eisen
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