Übergewicht kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Eine neue Studie zeigt nun: Das Bauchfett spielt hierbei wahrscheinlich eine besonders große Rolle.

Der Taillenumfang gibt Hinweise auf überschüssiges Fett im Bauchbereich – auch zentrale Adipositas oder viszerales Fett genannt. Er korreliert neuen Forschungsdaten zufolge stärker mit dem Risiko für Herzinsuffizienz (Herzschwäche) als der BMI.
Selbst, wenn der BMI im Normalbereich lag, hatten Menschen mit einem größeren Taillenumfang mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein schwaches Herz. Das zeigen Forschungsergebnisse, die im Frühjahr auf der wissenschaftlichen Tagung der Amerikanischen Herzgesellschaft in Boston präsentiert wurden.
Zentrale Adipositas begünstigt Entzündungen im Körper, die eine Schlüsselrolle bei dem Zusammenhang mit Herzinsuffizienz zu spielen scheinen: Etwa ein Viertel bis ein Drittel des Zusammenhangs ließ sich dadurch erklären. Umgekehrt könnte das bedeuten, dass eine Hemmung von Entzündungen das Risiko bei diesen Personen verringern könnte.
„Die Ergebnisse helfen uns zu verstehen, warum manche Menschen trotz eines scheinbar gesunden Körpergewichts eine Herzinsuffizienz entwickeln“, sagte Szu-Han Chen von der National Yang Ming Chiao Tung University in Taiwan. „Durch eine Messung des Taillenumfangs und der Entzündungswerte können Ärzte möglicherweise Risikopatienten früher erkennen und vorbeugende Strategien ergreifen, die das Risiko einer Herzinsuffizienz verringern, bevor Symptome auftreten.“
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