Stress gehört zum Leben. Aber wann wird er gefährlich und was hilft wirklich dagegen? Ein Experte erklärt im Podcast, wie man Stress besser versteht und reduziert.
Stress gehört zum Leben. Aber wann wird er gefährlich und was hilft wirklich dagegen? Ein Experte erklärt im Podcast, wie man Stress besser versteht und reduziert.
Stress entsteht nicht nur durch äußere Belastungen. Entscheidend ist, wie wir eine Situation bewerten. Dr. Frank Schäfer erklärt im Podcast, dass Stress vor allem dann entsteht, wenn wir eine Situation als neu, unkontrollierbar oder nicht bewältigbar empfinden. Zwei Menschen im gleichen Stau reagieren völlig unterschiedlich. Der eine ärgert sich, der andere bleibt gelassen. Der Unterschied liegt im Kopf.
Besonders anfällig für Stress sind Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst. Perfektionismus und ein starker innerer Antreiber verstärken das Gefühl von Druck. Typische Stressauslöser sind Zeitmangel, Kontrollverlust und das Gefühl, immer funktionieren zu müssen.
Nicht jeder Stress ist schädlich. Dr. Schäfer unterscheidet zwischen Eustress und Distress. Positiver Stress aktiviert uns, steigert die Konzentration und kann sogar Leistung fördern. Etwa vor einer Präsentation, einer Prüfung oder auch einer Podcastaufnahme mit dem Host.
Problematisch wird Stress, wenn er dauerhaft anhält und als Überforderung erlebt wird. Ob Stress als positiv oder negativ empfunden wird, hängt stark von Persönlichkeit, Erfahrung und innerer Bewertung ab. Perfektionisten rutschen schneller in negativen Stress, weil sie sich selbst kaum Pausen oder Fehler erlauben.
Ein zentraler Ansatz ist gute Vorbereitung. Wer weiß, dass eine Situation stressig werden könnte, kann sich mental und organisatorisch darauf einstellen. Genauso wichtig ist es, eigene Schwächen zu akzeptieren. Niemand muss alles perfekt können.
Dr. Schäfer empfiehlt einfache kognitive Techniken, um Stress zu relativieren. Eine hilfreiche Frage lautet. Wie wichtig ist dieses Problem in zehn Jahren? Große Aufgaben lassen sich entschärfen, indem man sie in kleine, überschaubare Schritte teilt.
Für akute Stressmomente helfen kurze Übungen. Bewährt hat sich die 4-4-4-4-Atemtechnik. Vier Sekunden einatmen, vier Sekunden halten, vier Sekunden ausatmen, vier Sekunden Pause. Auch die progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder die Fünf-Finger-Übung bringen den Körper schnell aus dem Alarmzustand. In Prüfungssituationen kann es helfen, um Wiederholung einer Frage zu bitten. Das verschafft Zeit zum Durchatmen und Sammeln.
Wenn Stress zum Dauerzustand wird, zeigt der Körper klare Warnzeichen. Dazu gehören innere Unruhe, Schlafstörungen, Leistungsabfall, sozialer Rückzug und das Gefühl, nie abschalten zu können. Auch erhöhter Alkohol- oder Kaffeekonsum kann ein Hinweis sein. Manche Betroffene arbeiten zunehmend unkoordiniert oder verlieren die Freude an Dingen, die früher wichtig waren.
Spätestens bei Panikattacken, Vermeidungsverhalten oder anhaltender Überforderung rät Dr. Schäfer, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Verhaltenstherapie, Coaching oder ärztliche Unterstützung können helfen, aus der Stressspirale auszusteigen.
Stress entsteht nicht nur durch Arbeit oder Termine. Auch emotionale Belastungen wie Trauer können überwältigend sein. Selbsthilfegruppen bieten hier einen geschützten Raum für Austausch. Der Kontakt mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann entlasten und neue Perspektiven eröffnen.
Gerade nach dem Verlust nahestehender Personen geben Gruppen Halt und Struktur. Sie helfen dabei, Gefühle einzuordnen und Schritt für Schritt wieder Stabilität im Alltag zu finden.
Tablette im Mund, Kopf nach hinten? Apotheker Rüdiger Freund erklärt, welche Tricks helfen und was…
Schlaf, Vitamine, Bewegung oder Heilpflanzen: Apotheker Rüdiger Freund erklärt im Podcast, was…
Was hilft bei Brennen und Schmerzen, wann ist ein Arzt gefragt und wie lässt sich einer erneuten…
Welche Warnzeichen sollten Sie kennen und wann hilft eine Behandlung am besten? Dr. Frank Schäfer…
Wie sicher ist Leitungswasser? Erfahren Sie im Podcast, worauf es bei Wasserqualität, Filtern,…
Welche Anzeichen sprechen für Calciummangel? Erfahren Sie, wer besonders gefährdet ist und wie Sie…
Durchfall, Fieber, Erbrechen: Erfahren Sie, wie Sie Salmonellen erkennen, richtig behandeln und sich…
Starke Schwellung, Wärme oder Eiter können darauf hindeuten, dass sich ein Mückenstich entzündet…
Warum stehen so viele Nebenwirkungen im Beipackzettel? Der Podcast erklärt Risiken, Häufigkeiten und…
Welche Medikamente gehören ins Reisegepäck? Der Podcast zeigt, wie Sie Ihre Reiseapotheke je nach…
Müdigkeit, Blässe oder brüchige Nägel? Erfahren Sie im Podcast, wie Sie Eisenmangel erkennen,…
Warum bekommt man ausgerechnet im Sommer einen Infekt? Der Podcast erklärt Ursachen, Symptome und…
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Luftbelastung durch duftende Putzmittel…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern